Gaza

Neue Aufnahmen: Geiseln feierten vor ihrer Ermordung Chanukka

Das Video zeigt, wie Ori Danino in Gefangenschaft Chanukka-Kerzen anzündet, während die Geiseln singen Foto: Screenshot

In Israel sorgen neu veröffentlichte Videoaufnahmen für tiefe Betroffenheit. Die Armee stellte Material vor, das aus den Tunneln der Hamas stammt und sechs israelische Geiseln zeigt, die dort Chanukka-Kerzen entzünden – Monate bevor sie 2024 von den Terroristen ermordet wurden. Bei den Opfern handelt es sich um Carmel Gat, Eden Yerushalmi, Hersh Goldberg-Polin, Ori Danino, Alexander Lobanov und Almog Sarusi, die in Israel als die »Beautiful Six« bekannt wurden.

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Auf den Bildern ist zu sehen, wie Danino kleine Kerzen auf Bechern befestigt und anzündet, während die Gruppe das traditionelle »Shehecheyanu« anstimmt.

Weitere Freigaben des Forums der Geisel- und Vermisstenfamilien zeigen die sechs beim Karten­spielen, beim Jahreswechsel-Countdown oder bei alltäglichen Handlungen wie Haareschneiden – Szenen, die trotz der Gefangenschaft ein Stück Normalität widerspiegeln. In einer Sequenz bittet Carmel Gat einen Hamas-Terroristen um »professionelle« medizinische Versorgung für Sarusi.

In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten die Familien: »Das Entzünden von Chanukka-Kerzen an einem so dunklen Ort steht für das Wesen des jüdischen Geistes: Licht, das die Finsternis überwindet.« Die Terrororganisation habe die Videos zwar zu Propagandazwecken gefilmt, doch »die Menschlichkeit der Beautiful Six« überstrahle jede Absicht der Täter. Die Angehörigen erinnerten daran, dass die Geiseln lebend verschleppt wurden und »lebend hätten zurückkehren müssen«.

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Israels UN-Botschafter Danny Danon äußerte sich nach Veröffentlichung der Aufnahmen mit klaren Worten: »Wir werden niemals vergeben, und wir werden niemals vergessen, wie unsere Geiseln von der Hamas in Gaza behandelt wurden.«

Die Familien riefen die israelische Bevölkerung dazu auf, beim Entzünden der Chanukka-Kerzen an all jene zu denken, die seit fast 800 Tagen auf Antworten warten – und an die, die nie wieder gemeinsam Kerzen anzünden können.

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