Kirjat Gat

Netanjahu über Gaza: »Wir werden unser Ziel erreichen«

Benjamin Netanjahu am Mittwoch in Kiryat Gat Foto: copyright (c) Flash90 2025

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Mittwoch das US-geführte Koordinationszentrum in Südisrael besucht und dabei die enge militärische Zusammenarbeit mit Washington betont. Der Besuch in der Anlage bei Kirjat Gat fand vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit der Terrororganisation Hamas und zunehmender Unklarheit über den weiteren Verlauf der Waffenruhe im Gazastreifen statt.

Nach Angaben der israelischen Regierung war ein geplanter Schritt zur Ausweitung der israelischen Sicherheitskontrolle in Gaza zunächst gestoppt worden – auf ausdrückliche Bitte von US-Präsident Donald Trump. Zwar habe Trump Israels »Recht auf Selbstverteidigung« wiederholt bekräftigt, den Vorschlag zur Verschiebung der sogenannten »gelben Linie« aber letztlich selbst verworfen.

Netanjahu ließ bei seinem Besuch keinen Zweifel daran, dass die strategische Abstimmung mit Washington fortgesetzt werde: »Wir treffen unsere eigenen Sicherheitsentscheidungen, aber wir kooperieren eng. Der CENTCOM-Kommandeur sagte mir, es gebe kein Land und keine Armee, mit der die USA so eng zusammenarbeiten wie mit Israel.« CENTCOM ist die Kommandostelle des amerikanischen Militärs im Nahen Osten, Afrika und Asien.

Lesen Sie auch

Sicherheitskontrolle und Bewegungsfreiheit

Anwesend waren neben dem Premier auch Generalstabschef Eyal Zamir, Inlandsgeheimdienstchef David Zini sowie mehrere hochrangige Militärs, darunter Yaki Dolf, der die israelischen Operationen im Gazastreifen leitet.

Netanjahu hob insbesondere die jüngste Koordination mit den USA bei Geiselbefreiungen und im Umgang mit der iranischen Bedrohung hervor. Das gemeinsame Ziel mit Präsident Trump bleibe, Hamas zu entwaffnen und den Gazastreifen zu stabilisieren: »Wir arbeiten an einem Plan für ein anderes Gaza – eines, das Israel nicht mehr bedroht. Das erste Element ist, unsere Sicherheitskontrolle und Bewegungsfreiheit aufrechtzuerhalten, und genau das tun wir.«

Der Ministerpräsident lobte die bisherigen Ergebnisse der Zusammenarbeit: »Gemeinsam haben wir Dinge erreicht, die die Welt überrascht haben – im Iran und bei der Rückführung unserer Geiseln. Auf einfachem oder auf schwerem Weg, wir werden unser Ziel erreichen.« im

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 11.09.2026

Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026

Neujahr

Hopfen, Malz und Honig

Zu Rosch Haschana können die Israelis nun auch passendes Bier im Supermarkt kaufen. Stilecht in der blau-weißen Dose

von Sabine Brandes  11.09.2026

Tel Aviv

Magen David Adom leistet im Jahr 5786 fast 1,9 Millionen Einsätze

Besonders stark beansprucht wurde auch die Notrufzentrale 101: Mehr als zwei Millionen Anrufe gingen innerhalb eines Jahres ein

 11.09.2026

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Tel Aviv

Nach Unfall für tot erklärt - jetzt Mutter von drei Kindern

Eine Mutter in Israel, einst nach einem schweren Verkehrsunfall schon als verstorben gemeldet, bringt im Krankenhaus ihrer Rettung ihr drittes Kind zur Welt – mit Hilfe der eigenen Schwester

 11.09.2026