Terror der Hamas

Netanjahu lehnt Rücktritt ab

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: Copyright (c) Flash 90 2023

Israels Armee hat im Gazastreifen nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereits »mehr als 8.000 Terroristen eliminiert«. Die islamistische Hamas werde besiegt werden, sagte der israelische Regierungschef am Samstagabend, wie sein Büro mitteilte. Nach einem Jahr im Amt schlägt Netanjahu im eigenen Volk starkes Misstrauen entgegen. Umfragen zufolge will die Mehrheit der Israelis, dass er spätestens nach dem Ende des Gaza-Kriegs zurücktritt. Einen Rücktritt lehnt Netanjahu jedoch ab. »Das Einzige, wovon ich zurücktreten werde, ist die Hamas. Das ist es, womit ich zu tun habe«, sagte er der »Times of Israel« zufolge.

Viele Menschen werfen dem israelischen Regierungschef vor, bislang keine persönliche Verantwortung dafür eingeräumt zu haben, dass das Hamas-Massaker am 7. Oktober in Israel geschehen konnte. Es war mit 1200 Toten das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels. Rund 240 Menschen wurden nach Gaza verschleppt. Nach israelischen Informationen werden noch knapp 130 Geiseln dort festgehalten.

Israels Militär begann in Reaktion auf den Überfall mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in Gaza wurden bisher 21 672 Menschen getötet. Es wird dabei nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterschieden. Die Zahl lässt sich nicht unabhängig prüfen.

»Die Hamas wird besiegt werden«, bekräftigte Netanjahu sein Ziel und wiederholte die Worte seines Generalstabschefs Herzi Halevi: »Der Krieg wird noch viele Monate andauern«. Die Streitkräfte intensivierten derzeit den Kampf gegen die Hamas. Zusätzlich zu den andauerenden Einsätzen im Norden und in der Stadt Chan Junis im Süden griffen die Streitkräfte die Terroristen auch im mittleren Gazastreifen an. Es handele sich »um sehr komplexe Kämpfe, aber wir haben die Oberhand«, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. dpa

Knesset

Wem gehört die Wahl?

»Fly & Vote« will Israelis im Ausland zum Abstimmen nach Hause bringen. Der Likud droht der Initiative mit rechtlichen Schritten

von Sabine Brandes  26.08.2026

Nachrichten

Spion, Angst, Straße

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  26.08.2026

Jerusalem

Mann, der Nonne angriff, muss in Psychiatrie

Christen in Jerusalem werden immer wieder angefeindet. Nach einem Angriff auf eine Nonne im April kam ein Gericht nun aber zu dem Schluss, dass es sich nicht um eine religiös motivierte Tat handelte

 26.08.2026

Westjordanland

Knesset-Abgeordneter zerstört palästinensisches »Märtyrer«-Denkmal

Zvi Sukkot fuhr unter Armeeschutz nach Madama. Die IDF wirft dem Abgeordneten vor, sie getäuscht zu haben

 26.08.2026 Aktualisiert

Wissenschaft

Zwei israelische Unis unter den besten der Welt

Das Weizmann Institute of Science in Rehovot und die Hebräische Universität Jerusalem schafften es in die Top 100

 26.08.2026

Kommentar

Unpolitisch war gestern

Der ESC unterliegt künftig neuen Regeln für Krisenstaaten, Israel kann nach wie vor am Wettbewerb teilnehmen. Noch ist das keine Lex Israel. Aber der Eindruck entsteht

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 26.08.2026

Jerusalem

Netanjahu warnt vor Stimmenverlusten im rechten Lager

»Bei dieser Wahl zählt jede Stimme. Verschwenden Sie Ihre Stimme nicht an kleine Parteien«, sagt der Ministerpräsident. Den Grund für diese Warnung liefern die jüngsten Umfragen und die Geschichte

 26.08.2026

Nir Oz

Herzog: Sorgen der Bewohner an der Gaza-Grenze dürfen nicht unterschätzt werden

»Der Staat Israel ist hier, beobachtet, ist wachsam und verteidigt«, sagt der Präsident in einem der Kibbuzim, die am 7. Oktober 2023 attackiert wurden

 26.08.2026