Israel

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Schlau und charmant: Gal Gadot Foto: imago

Einfluss
Das »Time Magazine« hat seine jährliche Liste der 100 einflussreichsten Personen 2018 veröffentlicht. Mit dabei sind die Schauspielerin Gal Gadot (Wonder Woman) und der Unternehmer Adam Neumann. Letzterer ist Mitbegründer der weltweit erfolgreichen »WeWork«-Plattform, die mittlerweile in 21 Ländern flexible Arbeitsbereiche anbietet. Neumann wuchs in einem Kibbuz auf und wird für seinen »Gemeinschaftssinn« gepriesen. Gadot wurde von der amerikanischen Schauspielerin Lynda Carter persönlich vorgeschlagen, die Wonder Woman in den 70er-Jahren verkörperte. »Gadot lebt und atmet diese außergewöhnlich starke, schlaue und charmante Superheldin«, schrieb Carter an das Komitee. »Sie vereint alle Eigenschaften von Wonder Woman, ist Ehefrau und Mutter, hat ihrem Land gedient, die Welt bereist, arbeitet hart, ist warmherzig, weise, witzig und voller Menschlichkeit.«

Mossad

Zum ersten Mal ist ein junger charedischer Mann in den Geheimdienst Mossad eingetreten. Dort leistet der 21-Jährige aus dem Zentrum des Landes seinen Zivildienst. Obwohl die Familie damit nicht an die Öffentlichkeit geht, haben viele Verwandte dem Land bereits in verschiedenen Organisationen gedient. »Ich bin dankbar, dass mir die Gelegenheit gegeben wurde, für den Mossad tätig zu werden«, sagte der Mann, der nur als Z. bekannt ist. Er habe sich für den Geheimdienst beworben, weil er meint, es sei die beste Möglichkeit, etwas für Israel zu tun und gleichzeitig die »Sensibilitäten der Gemeinde und Familie zu schützen«. Die meisten Charedim dienen nicht in der Armee, doch eine immer größere Zahl leistet Zivildienst. Vor vier Jahren wurde eine Jobbörse im Sicherheitsbereich eingerichtet, damit mehr ultraorthodoxe Männer in diese Organisationen einbezogen werden.

Diagnose
Forscher der Ben-Gurion-Universität (BGU) und des Soroka-Medizinzentrums geben an, eine nichtinvasive Methode entwickelt zu haben, mit der Brustkrebs früher entdeckt werden kann. Dazu sollen Atem- und Urintests ausreichen. »Damit können relevante Daten besser isoliert werden, um Tumormarker zu erkennen«, hieß es in einer Erklärung. Per elektronischem Tester (»e-nose«) werden bestimmte Atemmuster bei erkrankten Frauen festgestellt. Die Genauigkeit soll mehr als 95 Prozent betragen. Mammografie ist derzeit die häufigste Diagnosemethode, die jedoch nicht 100-prozentig akkurat ist. »Die Überlebenschancen bei Brustkrebs hängen stark von der Entdeckung kleiner Tumore im Frühstadium ab«, erläuterte Yehuda Zeiri von der Abteilung biomedizinisches Ingenieurwesen der BGU.

Mord
Eine charedische Mutter ist wegen Mordes angeklagt worden. Die 27-Jährige soll ihren neugeborenen Sohn in einem Whirlpool in ihrem Hotelzimmer in Aschdod ertränkt haben. Die Frau aus Beit Schemesch hatte angegeben, dass sie mit ihrem Baby im Wasser war, um es zu waschen, als sie eine göttliche Erscheinung gehabt habe, die ihr befahl, den Sohn loszulassen, damit er aufwachsen könne, »um der König Messias zu werden«. Obwohl der Ehemann und die Großmutter, die nicht im Zimmer waren, kurz darauf versuchten, das Baby zu retten, starb es später im Krankenhaus. Die Anklage bezeichnete die Frau als »kaltblütige Mörderin, die die Auswirkungen ihrer Tat sehr wohl verstehen konnte«. Die Mutter des Säuglings habe sich selbst und alles um sie herum vorbereitet und geplant, um ihr Kind zu töten.

Frauen
In wenigen Monaten wird der Rabbiner der Knesset, Alexander Hochman, in den Ruhestand gehen. Dann braucht das Parlament einen neuen Rabbiner – oder eine Rabbinerin. Denn in der öffentlichen Ausschreibung soll nach einem Kandidaten oder einer Kandidatin gesucht werden. Der ursprüngliche Text wurde von Frauenverbänden als diskriminierend kritisiert, da eine der Voraussetzungen für den Job das Zertifikat des Oberrabbinats sein soll. Das aber vergibt keine Rabbinerbestätigungen an Frauen. Der Rechtsberater der Knesset stimmte zu und sagte, dass eine neue Ausschreibung formuliert wird, auf die sich auch Frauen bewerben können. Zum ersten Mal in der Geschichte könnte damit eine Rabbinerin in der Knesset eingestellt werden. Der Job umfasst unter anderem die Überwachung der Kaschrut in den verschiedenen Küchen, den Synagogendienst und die Instandhaltung der vielen Mesusot an den Türpfosten von Hunderten Räumen.

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