Israel

Beschuss aus Gaza

Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen Foto: Flash 90

Militante Palästinenser haben nach israelischen Angaben drei Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgeschossen. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome habe zwei der Geschosse abgefangen, teilte die Armee am Samstagabend mit.

Granatsplitter Zum dritten Geschoss gab es zunächst keine Angaben. Zuvor hatte das Militär Raketenalarm im Süden des Landes gemeldet, unter anderem in der Stadt Sderot. Nach Angaben der Polizei traf ein Granatsplitter ein Haus in der Stadt Sderot, möglicherweise von einem der abgefangenen Raketen. Medien berichteten von mehreren Granatsplittern.

Nach Angaben des Rettungsdienstes verletzten sich zwei Personen leicht bei der Flucht in den Schutzbunker, vier weitere hätten Panikattacken erlitten. Zuvor hatte das Militär Raketenalarm im Süden des Landes gemeldet, unter anderem in der Stadt Sderot.

Alarm Bereits am Freitag hatten militante Palästinenser nach Armeeangaben ein Geschoss aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert. Es wurde ebenfalls von der Raketenabwehr abgefangen.

Israel griff daraufhin nach eigenen Angaben zwei unterirdische Ziele der radikal-islamischen Hamas an. Berichte über Verletzte bei den Angriffen der Luftwaffe gab es nicht.

Waffenruhe Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas hatten zuletzt unter Vermittlung Ägyptens eine Waffenruhe vereinbart. Dennoch kam es vor einer Woche an der Grenze erneut zu Angriffen militanter Palästinenser, bei denen fünf bewaffnete Angreifer getötet wurden.

Israel hat vor zwölf Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen, es mangelt an Trinkwasser und Strom. dpa

Mullahs

Iran droht, Israel werde nur noch »verbrannte Erde« sein

Revolutionsgarden sprechen offen über Vernichtung Israels, sollte dessen Energieinfrastruktur angegriffen werden.

von Sabine Brandes  19.10.2026

Westjordanland

Zehn extremistische Siedler nach Gewaltexzess festgenommen

Präsident Isaac Herzog entschuldigt sich bei Opfern. Zugleich fordert eine Menschenrechtsorganisation eine Hotline für Notfälle im Westjordanland

von Sabine Brandes  19.10.2026

Westjordanland

Israels Armee räumt illegale Außenposten im Westjordanland

Als lasch kritisierte Gerichtsurteile gegen radikale Siedler helfen eher Wiederholungstätern als den Sicherheitskräften

 19.10.2026

Belfast

Barack Obama wirft Israel Landraub vor

Der jüdische Staat sei »zu weit gegangen«, sagt der frühere US-Präsident. Die Reaktion der Palästinenser auf die »jüdische Kontrolle über das Gebiet« sei deshalb aus ihrer Sicht nachvollziehbar gewesen

 19.10.2026

Israel

Trump stellt sich vor der Wahl hinter Netanjahu

Neun Tage vor der Parlamentswahl spricht der US-Präsident dem israelischen Ministerpräsidenten seine »volle und uneingeschränkte Unterstützung« aus. Netanjahu bedankt sich prompt

 18.10.2026

Israel

Führung und Verantwortung

Benjamin Netanjahus ehemaliger Militärsekretär erhebt Vorwürfe gegen den Premier

von Sabine Brandes  18.10.2026

Nahost

Bericht: Siedler attackieren EU-Diplomaten im Westjordanland

Maskierte Männer umstellen ein Diplomatenfahrzeug bei der Olivenernte im Westjordanland. Auch eine US-Fotografin wird verletzt

 18.10.2026

Kommentar

Ein Tag der Schande

Die Linkspartei, SPD und Grüne haben ihre Sondierungen beendet. Nun wollen sie in Berlin eine Regierung bilden

von Philipp Peyman Engel  17.10.2026

Meinung

Keine Wahlen in Palästina: Armutszeugnis für den Westen

Mahmud Abbas hat die Wahlen in den Palästinensergebieten erneut um ein Jahr verschoben und bricht damit seine Zusagen. Wann zieht man in Europa endlich Konsequenzen?

von Jacques Abramowicz  16.10.2026