Terroranschlag

Drei Busse explodiert

Ein Experte untersucht einen der ausgebrannten Busse Foto: copyright (c) Flash90 2025

Nach der Explosion von drei leeren Bussen in Bat Yam und Holon haben Einsatzkräfte zwei weitere Sprengsätze an anderen Bussen entschärft. Das berichten israelische Medien. Die Polizei geht von einem Terroranschlag aus und durchkämmte die Umgebung auf der Suche nach Verdächtigen, während Bombenentschärfer nach weiteren verdächtigen Gegenständen in der Nähe suchten.

Lesen Sie auch

Dass niemand verletzt wurde, soll daran liegen, dass die Timer an den Sprengsätzen zu früh auslösten. Die Detonationen waren offensichtlich für Freitagmorgen geplant, berichtet Channel 12. Dann wären die Busse voll gewesen mit Menschen, die für den Schabbat einkaufen. »Wir hätten Glück gehabt, wenn die Terroristen die Zeitzünder tatsächlich auf die falsche Stunde eingestellt haben«, wird Polizeisprecher Aryeh Doron zitiert. »Aber es ist zu früh, um das festzustellen.«

Zünder falsch gestellt?

Die Stadtverwaltung von Bat Yam erklärte, dass die Busse wie durch ein Wunder einen Moment vor den Explosionen auf dem Parkplatz angekommen seien und bereits leer waren. Die nicht gezündeten Sprengsätze seien von einem Fahrgast entdeckt worden, der den Fahrer auf eine verdächtige Tasche aufmerksam machte.

Das Transportministerium hat Busfahrer im ganzen Land angewiesen, ihre Fahrzeuge vor der Abfahrt zu durchsuchen. Am Ben-Gurion-Flughafen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, berichtet Channel 12. Das Gleiche gelte für die Jerusalemer Stadtbahn.

Teile der Sprengsätze sollen darauf hinweisen, dass sie aus dem Westjordanland stammen. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, dass der Premier die IDF angewiesen habe, eine groß angelegte Operation im Westjordanland gegen terroristische Zellen einzuleiten. ja

Sicherheit

Warnung ignoriert?

Vor dem 7. Oktober soll Mohammed bin Zayed, der Emir von Abu Dhabi, Netanjahu informiert haben

von Sabine Brandes  15.09.2026

Israel

Wie Quentin Tarantino Israelis den Kinobesuch vermiest

Berichte über Quentin Tarantinos Kinobesuche gehen in Israel viral. Eine Frau hätte ihn beinahe angebrüllt

von Sophie Albers Ben Chamo  15.09.2026

Tel Aviv

IDF-Chef prüft rechtliche Schritte gegen Film »Naza«

Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnet bisher bekannt gewordene Teile der Doku als »Ritualmordlegenden, bewusste Verzerrungen der Realität und falsche Anschuldigungen gegen IDF-Soldaten«

 15.09.2026

Eklat

Boykottaufrufe wegen Wonder Woman Gal Gadot

Ein Magazintitel mit der israelischen Schauspielerin sorgt in den sozialen Medien für heftige Reaktionen gegen die Modemarke Ralph Lauren

von Sabine Brandes  15.09.2026

Tel Aviv

Israelische Forscher entwickeln Bluttest zur Erkennung von Lungenkrebs

Nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler könnte die Methode langfristig eine wesentlich günstigere Alternative zu aufwendigen genetischen Untersuchungen werden

 15.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  15.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 15.09.2026 Aktualisiert

Holocaust

»Unsere Rache an den Nazis ist, dass wir den Staat Israel haben«

Der Schoa-Überlebende Yehuda Widawski ist mit 107 Jahren gestorben. Jahrzehntelang suchte und restaurierte er jüdische Gräber in Polen

von Sabine Brandes  14.09.2026

Reaktionen

»Ritualmordlegende« - »Pflicht, Fragen zu stellen«: Israel streitet über »Naza«

Während Rechte den Film über den Gaza-Krieg als Verleumdung verurteilen, verteidigen Linke das Recht auf Kritik. Armee weist zentrale Vorwürfe zurück

von Sabine Brandes  14.09.2026