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Lied, Spende, Festnahmen

Drei Tage dauerte das InDNegev-Festival. Foto: Flash 90

Lied
Ein Video junger Israelis, die auf einem Musikfestival in der Negevwüste »Shir LaShalom« singen, ist viral gegangen. Das Festival InDNegev endet traditionell mit dem Lied in Dauerschleife. Das »Lied für den Frieden« wurde einst zur Hymne der israelischen Friedensbewegung. Der ehemalige Premierminister Yitzhak Rabin hatte es am 4. November 1995 bei einer Kundgebung für den Frieden gesungen. Wenige Augenblicke später wurde er von einem jüdischen Rechtsextremisten erschossen. Im Text heißt es: »Hebt eure Augen mit Hoffnung, nicht durch das Visier einer Waffe. Singt ein Lied für die Liebe, nicht für den Krieg.«

Spende
Der US-Investor und Philanthrop John Paulson hat der Hebräischen Universität Jerusalem bei einer Gala 250 Millionen Dollar zugesagt. Es wäre die größte Spende in der Geschichte der Hochschule. Das Geld soll die Gründung einer neuen Fakultät für Ingenieurwissenschaften ermöglichen, dem Ausbau der medizinischen Fakultät zugutekommen sowie die Forschung und Behandlung von Traumata voranbringen. In Anerkennung dieser Zuwendung soll der historische Campus auf dem Skopusberg in »Alina and John Paulson Campus« umbenannt werden.

Festnahmen
Nach weiteren Angriffen durch extremistische Siedler im Westjordanland sind am Montagmorgen zehn Verdächtige festgenommen worden. Zuvor waren erneut Palästinenser und diesmal auch ausländische Diplomaten sowie eine Fotojournalistin attackiert worden. Vorausgegangen war internationaler Druck, endlich Maßnahmen zu ergreifen. Nach Angaben der Polizei sind die verdächtigen Israelis bei der Aktion »Olivenblatt« im Morgengrauen an verschiedenen Orten im Westjordanland dingfest gemacht worden. Ihnen wird vorgeworfen, für die Angriffe vom Wochenende verantwortlich zu sein. Dutzende Beamte waren an dem Einsatz beteiligt.

Tribut
Die vierte Staffel der Netflix-Serie The Diplomat enthält eine Würdigung des am 7. Oktober 2023 von der Hamas als Geisel verschleppten und elf Monate später ermordeten Hersh Goldberg-Polin. In Folge sechs erzählt die Haushälterin in der Londoner Residenz des US-Botschafters, warum sie sich den Amerikanern so verbunden fühlt. Dazu berichtet sie vom Schicksal eines Soldaten namens Her­shel Polin aus Richmond, Virginia. Auch Goldberg-Polin lebte als Kind dort. Die in der Serie geschilderte Anekdote spielt zwar während des Zweiten Weltkriegs, ist jedoch als Hommage an den jungen Mann und seinen ebenfalls ermordeten Freund Aner Shapira zu verstehen.

Terrorist
Die israelische Armee (IDF) hat im Gazastreifen das letzte noch lebende Mitglied einer Hamas-Zelle getötet, die am 7. Oktober 2023 an der Verschleppung der auf dem Nova-Festival ermordeten deutsch-israelischen Geisel Shani Louk beteiligt war. Tamer Mohammad Ibrahim al-Sabbagh wurde am Dienstag bei einem israelischen Luftangriff in Dschabalija im Norden Gazas getötet, teilten die IDF und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit. Zurück in Gaza hatte al-Sabbagh nach den Massakern im Süden Israels seine terroristischen Aktivitäten fortgesetzt und damit auch gegen die geltende Waffenruhe verstoßen.

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