Nahost

Libanon wirbt bei Baerbock-Besuch für Waffenruhe in Gaza

Das israelisch-libanesische Grenzgebiet ist immer wieder Schauplatz von Scharmützeln Foto: copyright (c) Flash90 2023

Libanons Übergangspremier Nadschib Mikati hat zu einem Waffenstillstand im Gazastreifen sowie zu einer Zwei-Staaten-Lösung aufgerufen. »Die Zeit ist reif für eine dauerhafte und gerechte Lösung der palästinensischen Frage«, sagte er laut libanesischen Medienberichten (Mittwoch) bei einem Treffen mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Beirut.

Bei dem Austausch betonte er, der Libanon respektiere alle einschlägigen internationalen Resolutionen, um eine dauerhafte Stabilität im Süden des Landes zu erzielen. Er bat zudem Deutschland um Hilfe für die libanesische Armee.

Baerbock hatte den Angaben zufolge die Umsetzung der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates gefordert. Sie zielte 2006 auf ein friedliches Ende des Libanonkrieges ab. Gemäß der Resolution müssen sich Milizen der libanesischen Terrorgruppe Hisbollah in Gebiete nördlich des Litani-Flusses zurückziehen, während libanesisches Militär im Südlibanon stationiert werden soll.

Baerbock hält sich seit Sonntag in der Nahost-Region auf

Die Spannungen zwischen der Hisbollah und Israel haben seit Beginn des Nahost-Krieges am 7. Oktober deutlich zugenommen. Laut libanesischen Angaben wurden durch grenzüberschreitende Gewalt mindestens 185 Menschen im Libanon getötet, darunter 140 Kämpfer der Hisbollah. Israel spricht indes von neun Soldaten und vier Zivilisten, die an der Nordgrenze getötet worden seien.

Baerbock hält sich seit Sonntag in der Nahost-Region auf. Neben Treffen mit ihren Amtskollegen in Israel, den palästinensischen Gebieten und Ägypten stand ein Besuch am ägyptischen Grenzübergang Rafah auf ihrem Programm. Unter anderem forderte sie zuletzt Schutz für die palästinensische Zivilbevölkerung vor israelischen Angriffen im Gazastreifen. Zudem kritisierte sie eine zunehmende Gewalt radikaler jüdischer Siedler gegen Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten. Deutschland hält laut Baerbock an einer Zwei-Staaten-Lösung für den Nahostkonflikt fest. kna

Politik

Superstar der Linken

Naama Lazimi, israelische Abgeordnete der Demokraten, wird vom TIME Magazin als eine der aufstrebenden Persönlichkeiten der Welt gewürdigt

von Sabine Brandes  01.10.2026

Jerusalem

Herzog will »Fly Dubai«-Helfer für Zivilcourage auszeichnen

Vier israelische Passagiere verhinderten auf einem Flydubai-Flug nach Tel Aviv durch ihr beherztes Eingreifen eine Katastrophe. Der Präsident will sie nun für ihren Mut ehren

 01.10.2026

Terrorismus

Hamas-Leibwächter plante Anschläge in Deutschland und Österreich

Der Palästinenser erhielt Asyl und Staatsbürgerschaft in Großbritannien. Er hatte jüdische und israelische Ziele im Visier

von Sabine Brandes  01.10.2026

UN-Kongress

Experten diskutieren strafrechtliche Verfolgung sexueller Gewalt in Konflikten

Bei einer Veranstaltung im Rahmen des UN-Kongresses zur Verbrechensverhütung in Abu Dhabi diskutierten jüdische Organisationen über Strafverfolgung, digitale Beweismittel und den Schutz von Betroffenen

 01.10.2026

Der Lehrer einer Kunstschule in Mumbai ehrt Smit Machchhar mit einem Bild

Der unbekannte Held

Schwer verletzt half der indische Pilot Smit Machchhar auf dem verhängnisvollen Flydubai-Flug, die Menschen an Bord vor dem Absturz zu retten

von Sabine Brandes  01.10.2026

Krieg

»Verzerrt, irreführend und unredlich«

Das israelische Militär hat in einer ausführlichen Erklärung auf die anonym erhobenen Vorwürfe des Films »NAZA« reagiert

 01.10.2026

Nachrichten

Klaviere, Dichter, Dienstleistung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  01.10.2026

Westjordanland

Herzog: Politik tut nicht genug gegen Gewalt israelischer Siedler

Israels Staatspräsident Isaac Herzog hat die Regierung aufgefordert, das Problem entschlossener zu bekämpfen

 01.10.2026

Terror

Netanjahu würdigt angegriffenen Piloten: »Ein wahrer Held«

Die israelischen Fluggäste von Dubai nach Tel Aviv sind nur knapp einer Katastrophe entronnen. Israel spricht von einem versuchten Terroranschlag. Nun werden immer mehr Details darüber bekannt, was sich im Cockpit abspielte

 01.10.2026