Israel

Kurz gemeldet

Feierlichkeiten zu Schawuot in Rehovot Foto: Flash 90

Schawuot
In Israel sind die Kühlregale in den Geschäften leergeräumt: Käse, Quark, Sahne und Milch werden dieser Tage in rauen Mengen verspeist. Israel feiert Schawuot, eines der drei Pilgerfeste, das auch als jüdisches Erntedankfest bezeichnet wird. Doch man lässt sich in Israel nicht nur Käsekuchen schmecken. Viele Menschen bleiben zu Schawuot die ganze Nacht lang wach und lesen die Tora, dazu gehört auch immer das Buch Ruth. Das Fest bezeichnet zudem das Ende des Omerzählens, der 49 Tage andauernden Periode zwischen Pessach und Schawuot. Besonders an der Kotel in Jerusalem wird es nach der Schawuotnacht feierlich, wenn sich dort Tausende kurz vor Morgengrauen zum Gebet versammeln. Im ganzen Land gibt es zudem Aktivitäten rund um Milchprodukte. Besonders in den landwirtschaftlichen Kibbuzim ist der Feiertag einer der Höhepunkte des Jahres, an dem die Bewohner mit Stolz die Früchte ihrer Felder und Obstgärten präsentieren.

Unruhen
Die israelischen Sicherheitskräfte bereiten sich nach den blutigen Unruhen vom Beginn der Woche auf das erste Freitagsgebet während des muslimischen Fastenmonats Ramadan vor. Zehntausende werden an der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem erwartet. Die Hamas hat angeblich die Palästinenser im Gazastreifen dazu aufgefordert, erneut zum sogenannten Marsch der Rückkehr zu kommen und am Grenzzaun zu protestieren. Motto sei: »Freitag der Märtyrer und der Verletzten«. In den vergangenen Wochen kam es bei den Demonstrationen immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen und Versuchen, den Grenzzaun zu sabotieren und zu überqueren. Es sollen viele Hamas-Mitglieder und Terroristen unter den Demonstranten gewesen sein. Die Sicherheitskräfte sind an der Grenze und in Jerusalem in erhöhter Alarmbereitschaft.

Schüsse

Nach Schüssen mit Maschinengewehren auf Wohnhäuser in der südlichen Stadt Sderot hat die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben Stellungen der Hamas in Gaza beschossen. Die Schüsse seien aus dem Gazastreifen gekommen. Bei dem Angriff aus Sderot entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand. »Die Armee sieht diesen Vorfall als äußerst ernst an und macht die Terrororganisation Hamas dafür verantwortlich«, so ein Militärsprecher. Insgesamt wurden vier Ziele von der Luftwaffe beschossen, darunter Gebäude, Infrastruktur und Waffenlager der Hamas.

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

»Hab viel Spaß in der Hölle, du Hurensohn!«

Die ehemalige deutsch-israelische Geisel Rom Braslavski reagiert auf die Tötung ihres Peinigers. Ein Moment, der für ihn mehr als Rache ist

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026

Interview

»Klimaanlagen sind Pflicht«

Keren Agay-Shay erklärt, warum extrem heiße Sommer mehr sind als ein Wetterphänomen – und welche Maßnahmen Leben retten können

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nachrichten

Umwelt, Anerkennung, Bücher

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  02.07.2026

1000 Tage

Tausende Stimmen gegen das Vergessen

Die Hebräische Universität und Edut 710 schaffen ein KI-gestütztes Archiv, das die Zeugnisse des 7. Oktober bewahrt

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

5800 Juden wollen in diesem Sommer Alija machen

Das Interesse, nach Israel überzusiedeln, ist ungebrochen groß: Im Juli und August werden zahlreiche Neubürger erwartet, vor allem aus Frankreich und den USA

 02.07.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Sensationsfund in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  02.07.2026

Zeitgeschichte

Entebbe und kein Ende

Der Historiker Jan Gerber zeigt in seinem neuen Buch, wie aus dem Antizionismus der 68er-Generation radikale antisemitische Praxis wurde

von Ralf Balke  02.07.2026