Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Viele Holocaustüberlebende kamen nach dem Zweiten Weltkrieg in das damals britische Mandatsgebiet Palästina Foto: picture-alliance/ dpa

Rund 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel. Das zeigen Schätzungen des israelischen Zentralen Statistikbüros für Anfang 2026. Fast zwei Drittel von ihnen (63 Prozent) sind Frauen, knapp ein Drittel (28 Prozent) sind älter als 90 Jahre alt.  

Zahl sinkt rasch

Die Zahl der noch lebenden Holocaustüberlebenden in Israel ist damit seit dem Holocaustgedenktag 2025 um etwa 9.000, im Vergleich zu 2024 um insgesamt 22.000 gesunken.

Die Mehrheit der in Israel lebenden Holocaustüberlebenden (rund 60 Prozent) stammt ursprünglich aus Europa, wobei die größte Gruppe aus Personen besteht, die in der ehemaligen UdSSR geboren wurden (knapp 36 Prozent). Aus Deutschland und Österreich stammen etwa 1,4 Prozent der in Israel lebenden Holocaustüberlebenden. Nur die wenigsten der Überlebenden, etwa sechs Prozent, wanderten vor der Gründung des Staates Israel 1948 in das damals britische Mandatsgebiet Palästina aus, während rund 33 Prozent im Rahmen der letzten Einwanderungswelle aus Ländern der ehemaligen UdSSR nach 1990 nach Israel kamen.

Die meisten Juden leben in Israel

Insgesamt lebten zu Beginn des Jahres 2025 weltweit 15,8 Millionen Jüdinnen und Juden, davon 45 Prozent (7,2 Millionen) in Israel und 6,3 Millionen in den USA. Heute machen mit 5,8 Millionen die in Israel geborenen Juden den Großteil der jüdisch-israelischen Bevölkerung aus. In Deutschland leben laut der Statistik 126.000 Juden. Verglichen dazu betrug die jüdische Weltbevölkerung 1939 am Vorabend des Zweiten Weltkriegs 16,6 Millionen, davon 449.000 im Mandatsgebiet Palästina. kna

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