Nahost

»Keinerlei Zustimmung zu irgendeinem Waffendeal«

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Foto: Flash90

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Dienstag einen Bericht dementiert, demzufolge das Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Geheimklausel für Waffengeschäfte enthält.

Die Vereinbarung enthalte »keinerlei Zustimmung Israels zu irgendeinem Waffendeal zwischen den USA und den VAE«, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.

DEAL Die israelische Zeitung »Jediot Ahronoth« hatte unter Berufung auf nicht näher beschriebene Kreise in den USA und den Emiraten über einen solchen Deal berichtet. Eine entsprechende Klausel mache unter anderem den Weg frei für den Verkauf von hochmodernen US-Kampfflugzeugen vom Typ F-35 und amerikanischer Drohnentechnologie an die Emirate.

Israel hat solche Rüstungsgeschäfte stets abgelehnt - insbesondere, wenn sie Flugzeuge oder Drohnen betrafen.

Netanjahu habe sich »von Anfang an gegen den Verkauf von F-35 und anderen hochmodernen Waffen an jegliche Länder im Nahen Osten gestellt, einschließlich arabischer Länder, die mit Israel Frieden schließen«, hieß es in der Mitteilung.

Israel hat solche Rüstungsgeschäfte stets abgelehnt - insbesondere, wenn sie Flugzeuge oder Drohnen betrafen. Es wollte verhindern, dass andere Länder in der Region eine ebenbürtige Luftwaffe erhalten.

QUELLEN Wie die Zeitung »Haaretz« unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, besteht jedoch die Sorge, dass eine Abmachung getroffen wurde, ohne hochrangige Vertreter aus dem Verteidigungsbereich zu informieren.

Netanjahu hatte zuletzt eingeräumt, seinen designierten Nachfolger und Verteidigungsminister Benny Gantz sowie Außenminister Gabi Aschkenasi bei der Anbahnung des Abkommens außen vor gelassen zu haben. Grund sei gewesen, dass der Deal nicht vorab publik werden sollte.

Die Emirate wollen als drittes arabisches Land nach Ägypten und Jordanien diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen. Darauf hatten sich beide Länder in einem vergangene Woche verkündeten Abkommen geeinigt. Im Gegenzug will Israel die Ausweitung der Souveränität im Westjordanland aussetzen. dpa/ja

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert