Westjordanland

Katz: Wir bleiben nach Operation in Dschenin

Verteidigungsminister Israel Katz Foto: Copyright (c) Flash90 2025

Die israelische Armee wird nach Worten des Verteidigungsministers auch nach Ende einer Militäroperation in der palästinensischen Stadt Dschenin im Westjordanland bleiben. »Das Flüchtlingslager in Dschenin wird nicht wieder so sein, wie es war«, sagte Israel Katz nach Angaben seines Büros bei einem Truppenbesuch in der Stadt, die als Terror-Hochburg gilt.

»Nach Abschluss der Operation wird die Armee in dem Lager bleiben, um sicherzustellen, dass der Terror nicht zurückkommt«, kündigte Katz am Mittwoch an.

Die israelische Armee hatte vor mehr als einer Woche einen neuen größeren Militäreinsatz in Dschenin gestartet. Ziel der Operation »Eisenmauer« sei es, »mit iranischer Finanzierung und Ausrüstung gebaute Terror-Infrastruktur in palästinensischen Lagern« zu zerschlagen, erklärte Katz. Er kündigte gleichzeitig eine Ausweitung des Einsatzes an.

Lesen Sie auch

Katz warf zudem der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) vor, Terror und Mord an Juden zu finanzieren. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der vor 19 Jahren für vier Jahre gewählt wurde, räumt offen ein, dass die PA Terroristen Renten bezahlt.

Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde waren vor Beginn der israelischen Operation in Dschenin mehrere Wochen lang gegen Hamas-Terroristen in Dschenin im Einsatz gewesen. Dabei hatte es Tote auf beiden Seiten gegeben. Die Hamas bedroht im Westjordanland die Macht der PA. dpa/ja

Hamas

Missbrauch als Waffe

Auf Basis von Tausenden Videos, Fotos und Zeugenaussagen dokumentiert ein neuer Bericht systematische sexuelle Übergriffe der Terroristen am 7. Oktober und danach

von Sabine Brandes  24.05.2026

Tel Aviv

Hilfe für das »Liebling Haus«

Das Besucherzentrum der »Weißen Stadt« wird nach Raketenschäden mit deutscher Hilfe repariert

von Sabine Brandes  24.05.2026

Studie

Wird Israel unbezahlbar?

Die Lebenshaltungskosten im Land gehören zu den höchsten weltweit. Dafür gibt es zahlreiche Gründe – manche sind hausgemacht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essen

Balagan auf der Zunge

Zwischen Frena-Ofen und French Malawach: Das EAT Tel Aviv Food Festival zeigt, wie Israels Küche Traditionen aus aller Welt aufgreift, neu mischt und daraus ein lebendiges Geschmacks-Chaos macht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026