Israel

Jordaniens Außenminister zur Vermittlung im Iran

Jordaniens Außenminister Aiman al-Safadi Foto: picture alliance/dpa

Angesichts eines drohenden iranischen Angriffs gegen Israel ist der jordanische Außenminister Aiman al-Safadi nach Teheran gereist. Er wolle im Gespräch mit dem geschäftsführenden Außenminister des Irans, Ali Bagheri Kani, das Land von einer militärischen Aktion gegen Israel abbringen, hieß es in lokalen Medienberichten. 

Auch Ägyptens Außenminister Badr Abdel-Atti drängte nach offiziellen Angaben aus Kairo in einem Telefonat mit Kani darauf, dass alle Parteien Ruhe und Zurückhaltung üben müssten, damit die Lage im Nahen Osten nicht außer Kontrolle gerate. Iranischen Medienberichten zufolge lehnt der Iran bislang alle Vermittlungsversuche ab. 

Bemühte Vermittler

Nach der gezielten Tötung des Hamas-Politchefs Ismail Hanijeh in Teheran am vergangenen Mittwoch hatte der Iran Israel mit massiver »Rache« gedroht. Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatte am Samstag gewarnt, dass sich an dem Vergeltungsschlag auch Irans Verbündete in der Region beteiligen würden. Zu den nichtstaatlichen Handlangern des Irans zählen neben der Hamas im Gazastreifen die Huthi im Jemen und die Hisbollah-Terrormiliz im Libanon. Auch im Irak und Syrien gibt es Iran-treue Milizen. 

Lesen Sie auch

Ägypten tritt im Gaza-Krieg wie Katar und die USA als Vermittler zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas auf. Ägypten ist zudem ein wichtiger Partner der USA beim Versuch, den in verschiedenen Konflikten zu versinken drohenden Nahen Osten zu stabilisieren. Beim ersten direkten Angriff des Irans auf Israel am 14. April hatte Jordanien Israel dabei unterstützt, die iranischen Geschosse abzufangen. dpa/ja

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026