Jerusalem

Israels Sicherheitsrat: Weltweite Reisewarnung für die jüdischen Feiertage

Sydney, Dezember 2025: Polizisten bewachen den Tatort am Bondi Beach, wo zwei Attentäter 15 Teilnehmer einer Chanukka-Feier der örtlichen jüdischen Gemeinschaft töteten. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Vor Beginn der Hohen Feiertage hat der Nationale Sicherheitsrat Israels (NSC) die Gefahrenprognose für Israelis und Juden im Ausland deutlich verschärft. Die sensible Phase beginnt ab Freitag mit dem Neujahrsfest Rosch Haschana und erstreckt sich über drei Wochen bis zum Abschluss des Laubhüttenfestes Sukkot.

Das dem Büro des Premierministers unterstellte Gremium machte in einer offiziellen Erklärung deutlich, dass die Bedrohungslage akut sei. So seien der Iran und die von Teheran gesteuerten Milizen – allen voran die Hamas und die Hisbollah – sowie internationale Terrornetzwerke wie der Islamische Staat (IS) und Al-Kaida derzeit bestrebt, weltweit israelische und jüdische Ziele anzugreifen. Der NSC betonte, dass die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten in Kombination mit gezielten Hetzkampagnen die Anschlagsbereitschaft dieser Gruppierungen drastisch in die Höhe getrieben hätten.

Ein zentrales Sicherheitsrisiko stellt zudem der 7. Oktober dar. Zum Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel warnt der Sicherheitsrat vor großen Protestkundgebungen, die in Gewalt eskalieren könnten, sowie vor Bemühungen, an diesem symbolischen Datum Terrorakte zu verüben. Große Sorge bereitet den Sicherheitsexperten auch ein spürbarer Anstieg von Attacken durch sogenannte »einsame Wölfe«. Diese radikalisierten Einzeltäter würden zunehmend durch die ideologische Aufhetzung und die extrem feindselige anti-israelische Rhetorik im Netz zu Taten animiert.

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Infolgedessen rät der Sicherheitsrat dringend von Aufenthalten in Hochrisikoländern ab. Dazu zählen Staaten wie der Irak, Jemen, Syrien, Libanon und der Iran selbst – Regionen, in die Reisen für israelische Staatsbürger ohnehin gesetzlich strengstens untersagt sind. Die Warnung umfasst darüber hinaus jedoch auch die direkte Nachbarschaft des Irans sowie Ägypten (mit besonderem Fokus auf die Sinai-Halbinsel), Jordanien, Somaliland und weitere als unsicher eingestufte Länder. ja

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