Jerusalem

Israels Polizeiminister betet erneut auf dem Tempelberg

Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir besuchte auch im August 2024 demonstrativ den Tempelberg. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat am Donnerstag erneut mit einem Gebet auf dem Tempelberg in Jerusalem provoziert. »Ich bin heute Morgen auf den Platz unseres Heiligtums gegangen, um dort für unsere Soldaten zu beten, für die rasche Rückführung aller Geiseln und den vollständigen Sieg mit Gottes Hilfe«, schrieb Ben-Gvir in einem Post auf der Plattform X. 

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Der Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Für Juden ist der Tempelberg mit der Kotel die heiligste Stätte, weil an dem Ort früher zwei jüdische Tempel standen. Der Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Laut einer Übereinkunft mit dem islamischen Waqf dürfen Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten. Dieser Status quo wird auch vom israelischen Oberrabbinat unterstützt.

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In den vergangenen Jahren hat die Zahl der jüdischen Beter auf dem Tempelberg, unter ihnen Rechtsextremisten und Befürworter der Errichtung eines dritten jüdischen Tempels, jedoch zugenommen. Wie nach früheren Provokationen Ben-Gvirs teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit, der Status quo auf dem Tempelberg habe sich nicht verändert. dpa/ja

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