Israels Generalstabschef Eyal Zamir hat eine Ausweitung der militärischen Operation gegen den Iran angekündigt. Nach seinen Angaben geht der Einsatz in eine neue Phase.
Gleichzeitig stellte er klar, dass Israel auch an der Grenze zum Libanon weiterhin entschlossen gegen die vom iranischen Regime unterstützte Terrororganisation Hisbollah vorgehen werde.
In einer Lagebesprechung erklärte Zamir laut lokalen Medien, nach sechs Tagen der Angriffe auf Ziele des iranischen Regimes würden die Streitkräfte (IDF) zugleich weiter daran arbeiten, Bedrohungen aus dem Libanon zu beseitigen. Auch das Ziel, die Hisbollah zu entwaffnen, bleibe bestehen.
Der Armeechef sagte, tausende Angehörige der Streitkräfte hätten den Angriff auf den Iran im Vorfeld über längere Zeit im Geheimen vorbereitet. Dabei habe es eine enge Abstimmung mit den Vereinigten Staaten gegeben. Der Ablauf der Operation folge einem zuvor festgelegten Plan.
6000 Präzisionswaffen eingesetzt
Den Angaben zufolge begann der Einsatz mit einem massiven Luftschlag am Samstagmorgen. Mehrere Dutzend Bomben seien gleichzeitig auf drei Ziele abgeworfen worden. Dabei seien innerhalb weniger Sekunden zahlreiche hochrangige Vertreter des iranischen Regimes getötet worden. Auch der Oberste Führer Ali Chomeini war dabei umgekommen.
Nach Darstellung Zamirs hat die israelische Luftwaffe bislang rund 2500 Angriffe geflogen und dabei mehr als 6000 Präzisionswaffen eingesetzt. Piloten hätten »innerhalb von 24 Stunden den Weg nach Teheran freigeräumt«.
Gleichzeitig seien etwa 80 Prozent der iranischen Luftabwehrsysteme zerstört worden. Dadurch habe Israel eine »nahezu vollständige Luftherrschaft« über dem Iran erreicht.
Diese militärische Überlegenheit ermögliche es, gezielt gegen iranische Raketenstellungen vorzugehen. Mehr als 60 Prozent der Abschussrampen für ballistische Raketen seien bereits zerstört worden, sagte Zamir. Dennoch bleibe die Bedrohung bestehen. »Jede Rakete ist tödlich und stellt eine Gefahr dar.«
»Schulter an Schulter«
Der Generalstabschef erklärte, mit der Sicherung der Luftherrschaft und der Schwächung des iranischen Raketenarsenals sei die erste Phase der Operation abgeschlossen. Nun gehe es darum, die iranische Führung und ihre militärischen Fähigkeiten noch stärker als bislang ins Visier zu nehmen.
Weitere Maßnahmen seien bereits geplant, würden aber nicht öffentlich gemacht. »Wir werden unsere Feinde verfolgen – alle – und wir werden sie erreichen.«
Zamir betonte außerdem die enge Kooperation mit den Vereinigten Staaten. Beide Streitkräfte kämpften »Schulter an Schulter« auf Grundlage gemeinsamer Interessen und Werte.
Mit Blick auf die Kämpfe im Libanon sagte der Generalstabschef, die Hisbollah habe einen »strategischen Fehler« begangen, als sie sich dem Krieg anschloss. Israel greife sowohl an der Frontlinie als auch tief im libanesischen Hinterland an.
Er habe die Truppen außerdem angewiesen, ihre Positionen entlang der Grenze weiter auszubauen und strategisch wichtige Punkte im Süden des Libanon zu besetzen. im