Jerusalem

Israel Katz: Entscheidung für Tötung Khameneis fiel im November

Verteidigungsminister Israel Katz Foto: copyright (c) Flash90 2025

Verteidigungsminister Israel Katz hat in Interviews mit israelischen TV-Sendern erklärt, Premierminister Benjamin Netanjahu habe bereits im November 2025 das Ziel gesetzt, den iranischen Obersten Führer Ali Khamenei zu töten. Laut Katz wurde der Zeitplan für die Operation beschleunigt, nachdem landesweite Anti-Regime-Proteste im Iran den strategischen Rahmen verändert hatten.

Katz berichtete, dass Gespräche über die Möglichkeit eines gezielten Angriffs zunächst in einem sehr kleinen Kreis von Regierungsvertretern stattgefunden hätten. »Im November 2025 haben wir in einem sehr kleinen Forum mit Netanjahu über die Möglichkeit gesprochen, Khamenei zu treffen«, sagte er gegenüber Kanal 12. Ursprünglich sei ein Angriff erst für Mitte 2026 vorgesehen gewesen.

Die Proteste im Dezember führten zu massiven Unruhen, Tausende Menschen wurden von den Sicherheitskräften getötet, Aktivistengruppen sprechen gar von Zehntausenden. Katz erklärte, dass dies sowohl eine Chance als auch ein Risiko darstellte: »Es überraschte alle. Die Unruhen eröffneten nicht nur eine Gelegenheit – es bestand auch ernsthafte Sorge, dass das Regime einen präventiven Raketenangriff auf Israel und US-Truppen starten könnte.«

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Katz betonte, dass ab diesem Zeitpunkt eine enge Zusammenarbeit zwischen Washington und Jerusalem entstand. »Es gab gemeinsame Planungen, und danach einen gemeinsamen operativen Planungsprozess«, erklärte der Minister. Zugleich wies er Berichte zurück, wonach Israel oder die USA den jeweils anderen zu einem Angriff gedrängt hätten.

Über seinen Ministerpräsidenten sagte Katz: »Die einzige Person auf der Welt, die eine solche Zusammenarbeit mit Präsident Trump hätte herstellen können, ist Benjamin Netanjahu.«

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Katz unterstrich, Hauptziel Israels sei die Zerstörung der Fähigkeit des Regimes, das Nuklearprogramm und das Ballistikwaffenprogramm wieder aufzubauen sowie Terrorgruppen in der Region zu unterstützen. Ein direkter Regimewechsel sei nicht das Hauptziel, sondern eher eine mögliche Konsequenz: »Die Frage des Zusammenbruchs und der Ersetzung des Regimes ist etwas, das wir erwarten. Den Iranern wollen wir ermöglichen, es zu tun.«

Auf die Frage, ob dies die letzte Runde der Kämpfe mit dem Iran sei, wich Katz aus: »Ich werde mich nicht auf Absolutheiten einlassen.« Er betonte jedoch, dass die derzeitigen militärischen Operationen weitreichender seien als die vorangegangene Kampagne im Juni 2025: »Wir setzen jetzt dreimal so viel Kraft ein wie damals.« im

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