Westjordanland

Israels Armee schaltet Terroristen bei Razzien aus

Israelische Militärfahrzeuge bei einer Razzia in der Terrorhochburg Dschenin Ende November Foto: copyright (c) Flash90 2023

Bei einer Razzia der israelischen Armee und Polizei in Kalkilia im nordwestlichen Westjordanland sind palästinensische Terroristen getötet worden. Der bewaffnete Arm der Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teilte mit, die beiden seien Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden gewesen.

Zudem wurde dem von der Fatah kontrollierten Gesundheitsministerium in Ramallah zufolge ein 33-Jähriger bei einem Armeeeinsatz in Kalandia bei Ramallah getötet. Berichten zufolge kam es dabei zu bewaffneten Zusammenstößen. Unklar war zunächst, ob der Tote Mitglied einer terroristischen Gruppierung gewesen war. Die Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall, verwies aber auf mehrere Militäreinsätze im Westjordanland. Das Gesundheitsministerium hatte zunächst von vier Schwerverletzten nach dem Armeeeinsatz in Kalandia berichtet.

Bei der Razzia in Kalkilia wurden nach Angaben des Militärs 29 Verdächtige festgenommen, fünf von ihnen sollen Verbindungen zur Hamas haben. Auch in anderen Orten hätten Soldaten Anti-Terror-Einsätze durchgeführt. Mehrere Personen wurden demnach bei Razzien festgenommen und etliche Waffen beschlagnahmt. Seit Beginn des Gaza-Kriegs seien im Westjordanland insgesamt rund 2150 Verdächtige festgenommen worden, 1100 sollen Verbindungen zur Hamas haben.

Seit dem Massaker der Hamas an israelischen Zivilisten am 7. Oktober und darauffolgenden Gegenangriffen Israels im Gazastreifen hat sich die angespannte Lage im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem noch verschärft. Bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten, aber auch Attacken von israelischen Siedlern, wurden seither 246 Palästinenser getötet, wie das Gesundheitsministerium in Ramallah angab. Seit Jahresbeginn wurden demnach im Westjordanland insgesamt bereits 442 Palästinenser bei eigenen Anschlägen, israelischen Militäreinsätzen oder Konfrontationen getötet. dpa/ja

EXKLUSIV

»Es geht nicht mehr«: Andreas Büttner tritt aus Linkspartei aus

Nach einem Beschluss der Linken in Niedersachsen war für Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten das Maß voll: Er tritt aus der Partei aus

von Michael Thaidigsmann  15.03.2026

Tourismus

Profitieren israelische Fluggesellschaften von der Krise?

Wie schon während des Krieges in Gaza wird der Fluglinie El Al vorgeworfen, die Situation auszunutzen. Die Kritik: »überhöhte und unfaire« Preise

von Imanuel Marcus  15.03.2026

Medien

Kanal 13 geht an milliardenschweren Regierungsgegner

Gruppe von Hightech-Unternehmern um Wiz-Mitbegründer Assaf Rappaport will sich für redaktionelle Unabhängigkeit einsetzen

von Sabine Brandes  15.03.2026

Prognose

Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein

Militärsprecher Defrin zufolge setze man auf eine langfristige Schwächung der iranischen Führung – ohne festen Zeitplan

 15.03.2026 Aktualisiert

Großraum Tel Aviv

Einschläge durch iranischen Raketenangriff

Videos zeigen brennende Fahrzeuge und Krater. Es gibt Verletzte

 15.03.2026

Teheran

Teheran droht Netanjahu mit Tod

Die iranischen Revolutionsgarden haben eine Erklärung veröffentlicht, dass man Israels Premier verfolgen wird, solange er lebt

von Sabine Brandes  15.03.2026

Medizin

Kaiserschnitt im Parkhaus

Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran haben israelische Krankenhäuser sämtliche Patienten in unterirdische Bereiche verlegt – und das innerhalb weniger Stunden

von Sabine Brandes  15.03.2026

Wetter

Sandsturm zieht über Israel und Gazastreifen

Die Luftverschmutzung im ganzen Land ist aufgrund von Feinstaubpartikeln hoch bis sehr hoch

 14.03.2026

Israel

Armee meldet 400 Angriffswellen gegen Iran in zwei Wochen

Besonders Raketenanlagen und Verteidigungssysteme standen im Fokus

 14.03.2026