Archäologie

Israelischer Taucher entdeckt Schwert aus Zeit der Kreuzfahrer

Im Meer vor Israel wurde ein 900 Jahre altes Kreuzfahrerschwert entdeckt (Bild: Gemälde der Belagerung von Konstantinopel durch Kreuzfahrer im Jahr 1203) Foto: picture-alliance / akg-images

Ein Taucher hat vor der israelischen Mittelmeerküste ein antikes Schwert geborgen, das aus Sicht von Experten aus der Zeit der Kreuzfahrer stammt. Die Israelische Antikenbehörde teilte mit, der Taucher sei für einen Wochenend-Tauchtrip im Norden Israels gewesen, als er unter Wasser historische Artefakte, darunter auch Anker, Töpferwaren und das etwa einen Meter lange Schwert entdeckte.

SAND Der Mann befand sich etwa 150 Meter vor der Küste entfernt in etwa fünf Meter tiefem Wasser, als er die Entdeckung machte. Den Experten der Antikenbehörde zufolge bot das Gebiet einstmals Schiffen Schutz und beherbergt viele archäologische Schätze, von denen einige bis zu 4000 Jahre alt sind.

Doch seien solchen Entdeckungen wegen des sich ständig bewegenden Sandes oft schwer zu finden. Aus Angst, dass auch sein Fund wieder begraben werden könnte, nahm der Taucher das Schwert mit an Land und übergab es der Antikenbehörde.

URKUNDE Die Waffe wird auf ein Alter von 900 Jahren geschätzt. »Es wurde mit Meeresorganismen verkrustet aufgefunden, ist aber offensichtlich aus Eisen«, sagte Nir Distelfeld, von der Abteilung für Raubprävention.

»Es ist aufregend, auf so einen persönlichen Gegenstand zu stoßen, der einen 900 Jahre zurück in eine andere Zeit versetzt mit Rittern, Rüstungen und Schwertern.« Das Schwert sollte gereinigt und weiter analysiert werden. Der Taucher erhielt eine Urkunde. ap

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026