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Krieg

Israelisch-kanadische Friedensaktivistin wohl unter Hamas-Geiseln

Foto: picture alliance / abaca

 Unter den mehr als 200 Geiseln im Gazastreifen wird auch eine israelisch-kanadische Friedensaktivistin vermutet. Vivian Silver werde seit zwei Wochen vermisst, bestätigte ihr Sohn Yonatan Zeigen am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass die 74-Jährige aus dem Kibbuz Beeri im Gazastreifen festgehalten werde. »Wir waren noch in Kontakt, bis die Bewaffneten sie mitnahmen.«

Silver ist als Aktivistin der Organisation Women Wage Peace bekannt. Sie gehörte nach Angaben ihres Sohns auch zu Freiwilligen, die seit Jahren kranke Kinder aus Gaza an der Grenze abholten und zur Behandlung in israelische Krankenhäuser fuhr. »Die Humanistin Vivian, friedliebend, entschlossen, weise und standhaft«, schrieb die Friedensorganisation auf ihrer Webseite. »Sie ist jetzt eine Geisel.«

Während des Massakers von Hamas-Terroristen waren am 7. Oktober auch mehr als 200 Menschen aus dem israelischen Grenzgebiet in das Palästinensergebiet verschleppt worden. Darunter sind nach Informationen der israelischen Armee mehr als 20 Minderjährige sowie zehn bis 20 Menschen über 60.

Yonatan Zeigen sagte, er erwarte von der israelischen Regierung ein vorsichtiges Vorgehen im Gazastreifen, auch weil dort noch so viele Geiseln seien. »Der Staat ist dabei gescheitert, sie zu schützen, jetzt muss er sie zumindest lebendig wieder zurückholen.«

Persönlich hoffe er natürlich, dass seine Mutter so bald wie möglich freikomme. Die Bemühungen müssten aber darauf abzielen, alle Geiseln zurückzuholen, nicht nur diejenigen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Seine Mutter »hätte vermutlich kein gutes Gefühl dabei, allein freizukommen«, sagte Zeigen.

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