Angesichts des fortwährenden Konflikts mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verlegt die israelische Armee Truppen aus dem Gazastreifen an die Grenze zum Libanon. Nach einer Lagebewertung habe Generalstabschef Ejal Zamir die Verstärkung des Nordkommandos angeordnet. Die Golani-Brigade soll daher vom Süden in den Norden verlegt werden. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels in dem Land.
Soldaten der Infanterieeinheit Golani waren nach den von palästinensischen Terroristen angerichteten Massakern vor zweieinhalb Jahren immer wieder im Gazastreifen im Einsatz.
Die Armee gehe entschlossen gegen die Hisbollah vor, nachdem diese sich entschieden habe, Israel im Auftrag des Irans gezielt anzugreifen, hieß es weiter in der Mitteilung. Die mit Teheran verbündete Hisbollah hatte vor rund einer Woche im Zuge des Iran-Kriegs neue Angriffe auf Israel gestartet.
Diese Angriffe der Miliz waren die ersten seit der Vereinbarung einer Waffenruhe im November 2024 nach einem einjährigen Krieg mit Israel. Israel hatte auch während der Waffenruhe weiter Hisbollah-Ziele angegriffen, mit der Begründung, die Miliz halte sich nicht an die Vereinbarungen und wolle sich neu bewaffnen. Wegen der Angriffe warf auch die Hisbollah Israel vor, sich nicht an die Abmachungen zu halten. dpa