Geiseln

Israel rechnet nicht mit Übergabe aller toten Geiseln am Montag

Gedenkwand im Kibbuz Re’im für die Opfer des 7. Oktober 2023 Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Das israelische Militär geht nicht davon aus, dass die islamistische Hamas alle toten Geiseln am Montag und damit innerhalb der vereinbarten 72-Stunden-Frist übergeben kann. Mit der Übergabe der Überlebenden werde weiter am Montagmorgen gerechnet, es gebe aber noch keinen festen Zeitpunkt, sagte ein Militärvertreter. Die Armee sei »jederzeit« dafür bereit, die Freigelassenen zu übernehmen, und auf verschiedene Szenarien vorbereitet.

Das Verfahren dürfte nach Militärangaben dem der letzten Geisel-Aufnahmen entsprechen: Die Hamas übergibt die freigelassenen Geiseln an Mitarbeiter des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die sie wiederum innerhalb des Küstenstreifens ans israelische Militär übergeben. 

Im extra für die erwartete Gruppe von 20 lebenden Geiseln ausgebauten Aufnahmezentrum soll es ein erstes Wiedersehen mit Angehörigen, eine medizinische Untersuchung und die Möglichkeit zum Duschen und einem Kleiderwechsel geben. Anschließend sollen die Menschen in verschiedene Krankenhäuser zur weiteren Behandlung geflogen werden.

Bereits in der letzten Phase der Verhandlungen über den US-Friedensplan war wiederholt geäußert worden, dass die Hamas nicht den Verbleib aller sterblichen Überreste der toten Geiseln kenne. Beim israelischen Militär wurde auf die Verpflichtung der Hamas im Rahmen der Vereinbarung über die Waffenruhe verwiesen, alle 48 Geiseln zu übergeben, die Lebenden ebenso wie die Toten. dpa

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