Nahost

Iranische Zivilisten schicken Israel Hinweise auf Regime-Ziele

Ein bei Angriffen beschädigtes Gebäude in Teheran Foto: picture alliance / NurPhoto

Im Krieg zwischen Israel und Iran sollen laut einem Bericht des »Wall Street Journal« auch Hinweise von iranischen Zivilisten eine Rolle bei der Auswahl militärischer Ziele gespielt haben. Demnach übermittelten Menschen innerhalb des Landes Informationen über Einrichtungen des Regimes, die später von Israel angegriffen wurden.

Der Zeitung zufolge gelangten entsprechende Hinweise über soziale Netzwerke an israelische Stellen. Bürger im Iran hätten dort auf Farsi Angaben zu möglichen Zielen weitergegeben. Ein ranghoher israelischer Sicherheitsvertreter erklärte dem Blatt, diese Informationen würden zunächst geprüft und erst nach einer Verifizierung für militärische Entscheidungen berücksichtigt.

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Konkret soll ein solcher Hinweis in der Nacht zum Mittwoch eine Rolle gespielt haben, als eine israelische Drohne vom Typ Hermes UAV Kontrollpunkte der Basij-Miliz in Teheran angriff. Iranische Staatsmedien berichteten anschließend von mehreren getöteten Mitgliedern der Sicherheitskräfte, darunter Angehörige der berüchtigten Basij.

Innere Kontrolle

Die Basij sind Teil der Revolutionsgarden und gelten als wichtiges Instrument der inneren Kontrolle in der Islamischen Republik. Die paramilitärische Organisation wird regelmäßig eingesetzt, um Proteste zu unterdrücken und oppositionelle Aktivitäten zu bekämpfen.

Nach Darstellung israelischer Militärs zielen zahlreiche Angriffe der vergangenen Tage auf Einrichtungen dieser Sicherheitsstrukturen. Neben Basij-Stellungen seien auch Infrastruktur der Revolutionsgarden, Drohnen-Einheiten und weitere militärische Einrichtungen im Iran angegriffen worden. im

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