US-Schutzmission

Iran warnt Golfstaaten vor israelischer Beteiligung

Foto: Reuters

Der Iran hat die Golfstaaten vor der von den USA geplanten Schutzmission am Persischen Golf und besonders vor einer eventuellen israelischen Beteiligung daran gewarnt. »Eine US-Koalition für die maritime Sicherheit des Persischen Golfs würde nur zu mehr Unsicherheit führen«, sagte Verteidigungsminister Amir Hatami am Donnerstag. Besonders die angebliche Beteiligung israelischer Truppen an dieser Schutzmission würde zu »katastrophalen Folgen« führen, so Hatami nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA hat die Sicherheitslage auf der wichtigen Handelsroute durch die Straße von Hormus dramatisch verschlechtert. In den vergangenen Wochen wurden dort Schiffe festgesetzt und angegriffen. Die USA versuchen deshalb, eine breite Unterstützung für ihre Militärmission zum Schutz von Handelsschiffen vor iranischen Angriffen im Persischen Golf zu bekommen.

zusammenarbeit Hatami sagte in einem Telefonat mit seinen Amtskollegen aus Katar, Kuwait und Oman, für die Sicherheit des Persischen Golfs seien nur der Iran und die Golfstaaten zuständig. Teheran würde nach Angaben des Ministers eine Zusammenarbeit mit allen Golfstaaten dazu begrüßen.

Außenamtssprecher Abbas Mussawi warnte besonders das Königreich Bahrain, das nicht nur eine Konferenz zu maritimer Sicherheit am Persischen Golf veranstalten will, sondern auch als eventueller US-Stützpunkt vorgesehen ist. »Diese geplante Konferenz ist höchst verdächtig und äußerst provokativ und wird nur zu mehr Spannungen führen.« Bahrain sollte nach seinen Worten sehr vorsichtig sein, um nicht zum »Wegbereiter« für die Präsenz ausländischer Truppen am Golf zu werden. Denn das könnte auch den Weg für eine Einmischung »des zionistischen Regimes« – gemeint ist Israel – in der Region ebnen, sagte Mussawi dem Webportal des Außenministeriums zufolge.  dpa

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Korruption

Bestechungsring in der Vorstadt

Umschläge voller Bargeld, Luxusuhren und teure Autos: Der Bürgermeister von Kfar Saba und seine Frau sollen Geschäftsleuten gegen Zahlungen lukrative Aufträge verschafft haben. 17 Verdächtige wurden festgenommen

von Sabine Brandes  12.10.2026

Gesellschaft

Herzog: Gewalt übersteigt Kapazitäten der Polizei

Israels Präsident nennt die Kriminalität in arabischen Gemeinden eine Katastrophe. Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten liegt bei nur zwölf Prozent

von Sabine Brandes  12.10.2026

Avi Gil (in Uniform), links von Benjamin Netanjahu

Explosives Interview

»Die Geiseln hätten früher zurückkehren können«

Der ehemalige Militärsekretär des Premiers, Avi Gil, erhebt schwere Vorwürfe: Warnungen vor dem 7. Oktober seien ignoriert, Abkommen aus politischen Gründen verhindert und Protokolle manipuliert worden. Netanjahu weist die Anschuldigungen zurück

von Sabine Brandes  11.10.2026

Nahost

IDF: Terrorinfrastruktur in Gaza zerstört

Israelische Armee und Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben im Gazastreifen Waffenlager, eine Raketenabschussrampe und eine Kommandozentrale zerstört. Verteidigungsminister Katz droht dem neuen Hamas-Chef

 11.10.2026

Passagiere am Flydubai-Schalter am Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv, 30. September

Vereitelter Terroranschlag

Flydubai-Passagiere wollen auf Hunderte Millionen klagen

Nach dem versuchten Anschlag an Bord des Fluges nach Tel Aviv bereiten Israelis Klagen gegen die Airline und möglicherweise mehrere Staaten vor

von Sabine Brandes  11.10.2026