Nahost

Iran droht Israel mit Gegenschlag

Im iranischen Parlament wurden am Sonntag antiisraelische Slogans skandiert Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Teheran hat Israel am Montag mit Vergeltung für die jüngsten Schläge gegen führende Mitglieder der Hisbollah im Libanon gedroht. Unter den Getöteten war neben dem langjährigen Chef der schiitischen Miliz, Hassan Nasrallah, auch Abbas Nilforouscha, ein hochrangiges Mitglied der Quds-Truppe, der Auslandseinheit der Islamischen Revolutionsgarden des Iran (IRGC).

Man werde keine der »kriminellen Handlungen« Israels unbeantwortet lassen, sagt ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bei einer Pressekonferenz. Der Iran finanziert und bewaffnet seit Jahrzehnten die Hisbollah, deren militärischer Teil von zahlreichen westlichen Staaten als terroristische Organisation eingestuft wird.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Unterdessen wurden in der Nacht zum Montag bei israelischen Schlägen im Südlibanon und in der libanesischen Hauptstadt Beirut auch ein Hamas-Funktionär sowie weitere hochrangige Mitglieder der palästinensischen Terrorgruppe PFLP getötet.

Die Hamas gab bekannt, dass ihr Anführer im Libanon, Fateh Scherif Abu al-Amin, zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Tochter bei einem Angriff auf ihr Haus in einem palästinensischen Flüchtlingslager in der Stadt Tyros getötet worden sei. In der Erklärung wurde der Hamas-Mann als »erfolgreicher Lehrer und hervorragender Schulleiter« bezeichnet.

Berichten in palästinensischen Medien zufolge war Scherif Vorsitzender der örtlichen Lehrergewerkschaft der UNRWA, des UN-Hilfswerks, das auch im Libanon palästinensische Flüchtlinge betreut. mth

Meinung

Jerusalem ist allen heilig

Regelmäßig knirscht es vor Ostern zwischen Christen und den israelischen Behörden. Unsere Redakteurin wünscht sich nach dem neuesten Vorfall an der Grabeskirche mehr gegenseitiges Verständnis

von Mascha Malburg  31.03.2026

Interview

»In Ägypten blieb mir der Mund offenstehen«

Der Tanach-Gelehrte Rabbiner Joshua Berman hat die erste Haggada aus Sicht des Alten Ägyptens verfasst. Im Interview spricht er über sein Werk und einen Besuch in dem Land, das die Juden einst verließen

von Sabine Brandes  31.03.2026

Jerusalem

Netanjahu zum Iran-Krieg: »Wir sind deutlich über die Hälfte hinaus«

Nach Angaben des Ministerpräsidenten richtet sich die aktuelle Phase der Operation vor allem auf den Umgang mit angereichertem Uran

 31.03.2026

Nahost

Vier Soldaten sterben im Süd-Libanon

Die Lage im Überblick

 31.03.2026

Jerusalem

Todesstrafe für Terroristen: Knesset stimmt zu

Teile der Opposition rechnen damit, dass Israels höchstes Gericht das Gesetz kippen wird

von Sara Lemel  30.03.2026

Meinung

Diaspora-Schmerz

So sehr die Angst und Sorge um Familie und Freunde in Israel auch an einem zehren – haben wir überhaupt das Recht dazu, wo wir doch in Sicherheit sind?

von Sophie Albers Ben Chamo  30.03.2026

Jerusalem

Israels Parlament verabschiedet Rekordhaushalt

Die Zustimmung kam zustande, nachdem sich die ultraorthodoxen Parteien kurzfristig hinter den Haushaltsentwurf gestellt hatten

 30.03.2026

Jerusalem

Nach Kritik: Netanjahu gewährt Kardinal Zugang zur Grabeskirche

Der höchste katholische Vertreter wird an der Messe zum Palmsonntag gehindert. Israel begründet dies mit Sicherheitsbedenken, dennoch hagelt es Kritik. Nun schaltet sich der israelische Ministerpräsident ein

 30.03.2026

Nahost

Raketenangriff aus Iran und Libanon: Einschlag in Raffinerie bei Haifa, mehrere Verletzte

Über dem Bazan-Ölraffineriekomplex steigt dichter Rauch auf. Auch Wohnhäuser wurden getroffen

 30.03.2026 Aktualisiert