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Intel sagt Übernahme von Tower Semiconductor ab

Halbleiter-Technologie bestimmt weiterhin wirtschaftliche Entwicklungen der Zukunkt Foto: picture alliance / Westend61

China hat den Plan des Chip-Riesen Intel torpediert, sein Fertigungsgeschäft mit dem milliardenschweren Kauf der israelischen Firma Tower Semiconductor zu stärken. Nachdem zum Ablauf der Frist zum Abschluss der Übernahme die nötige Genehmigung chinesischer Wettbewerbshüter ausblieb, gab Intel den Deal auf. Tower bekommt nun eine Entschädigung von 353 Millionen Dollar (323 Mio Euro).

Zwischen den USA und China gibt es derzeit handfesten Streit um Technologiekomponenten. Washington will Peking den Zugang zu fortschrittlicher Technik rund um Chips und Künstliche Intelligenz möglichst verwehren, die Volksrepublik kontert ihrerseits mit Exportverboten für wichtige Rohstoffe. Bei großen Übernahmen weltweit ist auch die Zustimmung chinesischer Wettbewerbsbehörden notwendig.

Intel hatte im Februar 2022 angekündigt, Tower für 5,4 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Ursprünglich waren rund zwölf Monate für den Abschluss des Deals eingeplant.

konkurrenzfähigkeit Intel-Chef Pat Gelsinger versucht derzeit, den Konzern als Hersteller für andere Anbieter zu etablieren und dem weltgrößten Chipauftragsfertiger TSMC aus Taiwan Konkurrenz zu machen. Tower war ein wichtiger Baustein für diese Strategie. Die israelische Firma ist auf Halbleiter-Produkte unter anderem für Autos und Kameras spezialisiert und hätte damit Intels eigene Fabriken ergänzt.

Intel wurde in den vergangenen Jahren mehrfach dadurch ausgebremst, dass wegen Problemen in der Entwicklung neue Chip-Generationen deutlich später als angekündigt auf den Markt kamen. Gelsinger verspricht, den Konzern mit neuen Produktionsprozessen wieder in Führung zu bringen. Aktuell hängt Intel mit seinen Prozessoren sehr stark von der Entwicklung des PC-Marktes ab, der zuletzt nach dem Boom in der Corona-Pandemie absackte. Bei Technik für Rechenzentren bekommt Intel mehr Konkurrenz vom kleineren Erzrivalen AMD, aber auch vom Grafikkarten-Spezialisten Nvidia, dessen Chips sich besonders gut für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz eignen. dpa

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