Israel

Huthi-Drohne trifft Ramon-Flughafen

Ein Archivbild des Ramon International Airport nahe Eilat aus dem vergangenen Jahr Foto: copyright (c) Flash90 2024

Eine von der jemenitischen Terrormiliz Huthi abgefeuerte Drohne hat am Sonntagnachmittag den etwa 20 Autominuten von Eilat entfernten Flughafen Ramon getroffen. Das melden internationale Medien. Wie israelische Medien berichten, wurde daraufhin der Luftraum über dem Süden Israels gesperrt und der Flugverkehr eingestellt. Nach wenigen Stunden wurde er wieder aufgenommen. Ein Mann sei bei dem Angriff leicht verletzt worden, heißt es.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wie die israelische Armee angab, hatten die Huthi drei Drohnen auf Israel gefeuert, von denen zwei außerhalb der Landesgrenzen abgefangen werden konnten. Eine traf laut der israelischen Flughafenbehörde jedoch die Passagierhalle des Ramon International Airport, der vor allem für Inlandsflüge genutzt wird. Außerdem seien über den Ramon bereits Tausende Palästinenser zur medizinischen Versorgung ins Ausland geflogen worden, darunter kritische Patienten, Verwundete und ihre Familien.

Angriff auf den Ben-Gurion-Flughafen im Mai

Im vergangenen Mai war eine Huthi-Rakete auf dem Gelände des Ben-Gurion-Flughafens auf einem Parkplatz eingeschlagen, wobei vier Menschen leicht verletzt wurden und woraufhin viele internationale Fluggesellschaften ihre Flüge nach Israel für mehrere Monate einstellten.

Israel reagierte mit einem Angriff auf den wichtigsten Flughafen in der von Rebellen kontrollierten jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Der Beschuss Israels hält jedoch an.

Einsatz geächteter Streumunition

Bei jüngsten Angriffen feuerten die Huthi, die vom Mullah-Regime des Iran finanziert werden, täglich, in einigen Fällen sogar mehrmals täglich, Raketen auf Israel ab und haben auch schon die völkerrechtlich geächtete Streumunition eingesetzt. Das heißt Munition mit vielen kleineren Sprengkörpern, die schwieriger abzufangen sind und unexplodierte Submunition über Jahre eine Gefahr darstellt.

Lesen Sie auch

Nach den nicht enden wollenden Angriffen seit fast zwei Jahren und mehrfachen Warnungen hat Israel am vergangenen Sonntag Sanaa angegriffen. Dabei wurden der Premierminister der selbsternannten Huthi-Regierung sowie mehrere seiner Kabinettsmitglieder getötet. Die Huthi hatten verkündet, ihre Angriffe auf Israel sowie auf Schiffe auf der wichtigen Handelsverkehrsroute im Roten Meer zu verstärken. sal

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Interview

»Es braucht eine umfassende Kampagne«

Der israelische Diplomat Akiva Tor beklagt, dass das angeschlagene Image seines Landes die nationale Sicherheit des jüdischen Staates gefährdet

von Sabine Brandes  27.06.2026

Nahost

Amerikas Rückzug

Die USA lassen Israel fallen und versuchen plötzlich, den Iran zu bestechen. Eine gefährliche Situation für den Judenstaat – aber auch eine Chance, sich neu zu erfinden

von Rafael Seligmann  27.06.2026

Jerusalem

50. Jahrestag: Israel gibt Geheimdokumente zu Entebbe frei

Am 27. Juni 1976 entführten Terroristen eine Air-France-Maschine nach Uganda. Fünf Jahrzehnte später stellt das israelische Staatsarchiv die Regierungsdokumente zur militärischen Befreiung bereit

von Hans Dahne  26.06.2026

Washington D.C.

Gespräche zwischen Israel und Libanon verlängert

Die USA drängen die beiden Staaten darauf, die Verhandlungen nicht ohne Ergebnis zu beenden. Deshalb sollen die Delegationen heute erneut zusammenkommen.

 26.06.2026

Medien

»Alle Juden haben genug von dir!« Trump soll Netanjahu angeschrien haben

Auslöser für den Streit war einem neuen Buch zufolge ein israelischer Angriff auf Hamas-Führungsmitglieder in Doha

 26.06.2026

Jerusalem

Sa’ar will Anerkennung des Armenier-Genozids

Der israelische Außenminister will eine entsprechende Resolution zunächst im Kabinett einbringen. Anschließend soll sie der Knesset zur Abstimmung vorgelegt werden

 26.06.2026

Jerusalem

Isaac Herzogs Hubschrauber muss notlanden

Die Hintergründe

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026