EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Israel

Holocaust-Überlebende erhalten deutsche Solidaritätszahlung

Gideon Taylor ist Präsident der Jewish Claims Conference. Foto: picture alliance / Flashpic

Alle 113.000 in Israel lebenden Holocaust-Überlebenden bekommen eine einmalige Solidaritätszahlung in Höhe von 220 Euro. Mit der Zuwendung soll den Empfängern dabei geholfen werden, mit der schwierigen Situation im andauernden Krieg umzugehen, den die palästinensische Terrororganisation mit ihren Massakern vom 7. Oktober begann.

Die Bundesregierung stellte die Mittel für den Solidaritätsfonds für Israel (SFI) zur Verfügung, aus dem die Zahlungen geleistet werden. Verteilt wird das Geld von der Claims Conference und der HSRA, der für Holocaust-Überlebende zuständigen Behörde in Israel. Laut einer Erklärung der Claims Conference enthält der Fonds insgesamt 25 Millionen Euro.

»Die Unterstützung von Holocaust-Überlebenden ist immer unser oberstes Anliegen«, erklärte Gideon Taylor, der Präsident der Claims Conference. »Unmittelbar nach den schrecklichen Anschlägen vom 7. Oktober begannen wir mit der Arbeit, um sicherzustellen, dass alle Überlebenden zunächst in Sicherheit und dann an einem Ort geschützt waren, an dem sie sich wohlfühlen konnten – und um sicherzustellen, dass sie finanzielle Unterstützung erhalten, während der Konflikt andauert.«

Hilfe und Linderung

»Diese zusätzliche symbolische Anerkennungszahlung Deutschlands an Holocaust-Überlebende in Israel ist eine Botschaft der Solidarität«, fügte Taylor hinzu.

Uri Maklev, Minister im Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, erklärte, die Bundesregierung in Berlin habe Kontakt zur HSRA aufgenommen, um zu ergründen, wie Holocaust-Überlebenden in Israel geholfen werden könne.

»Die Gesamtzuwendung von 25 Millionen Euro für Hinterbliebene ist für sofortige Hilfe und Linderung bestimmt«, sagte Maklev. Zu Beginn des Krieges sei Kontakt zu allen Holocaust-Überlebenden aufgenommen worden, um ihre individuellen Bedürfnisse einschätzen zu können.

Empfangsberechtigt sind alle von der Bundesrepublik als ehemals Verfolgte anerkannte Holocaust-Überlebenden, die seit dem 1. Januar 2024 in Israel gemeldet waren – unabhängig davon, welche Entschädigungszahlungen sie bisher erhalten haben. Die Auszahlung an die Empfänger hat bereits begonnen.

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber wehren sich mit dem Stimmzettel gegen den Sicherheitsminister – und könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert