Fussball

Historischer Sieg über Israel

Mit 1:0 hat der FC Bundestag am Mittwoch das erste offizielle Fußballspiel zwischen den Teams des deutschen und des israelischen Parlaments gewonnen. In Jerusalem empfing das Team der Knesset die deutschen Abgeordneten, die sich allerdings mit Hansi Pflügler, Ex-Bayern-München-Profi und 1990 Weltmeister, eher unparlamentarisch verstärkt hatten.

Auf israelischer Seite liefen unter anderem der stellvertretende Verteidigungsminister Eli Ben-Dahan von der Partei Jüdisches Haus auf, der frühere stellvertretende Außenminister Zachi Hanegbi (Likud) als Torwart und die Awoda-Abgeordneten Nachman Shai und Zouheir Bahloul. Letzterer war vor seiner politischen Karriere auch Sportjournalist im israelischen Fernsehen.

fairness Für den FC Bundestag hatte sich unter anderem der CDU-Abgeordnete Marcus Weinberg in ein sportliches Trikot gezwängt. Weinberg teilte auf Facebook mit: »Ein historischer Moment!« und freute sich über ein »faires Spiel mit einem knappen 1:0 für uns«. Es hätte freilich auch »wichtige politische Gespräche mit unseren israelischen Partnern« gegeben.

Die Idee zu dem Spiel geht auf das Jahr 2015 zurück. Initiiert wurde es von Zachi Hanegbi und dem Abgeordneten Thomas Feist. Im Rahmen der Feiern zu 50 Jahren diplomatische Beziehungen war auch an einen Abgeordnetenkick gedacht worden.

tradition Der FC Bundestag spielt pro Jahr etwa 20 Partien. Erstmals liefen deutsche Politiker 1961 auf, ein erstes Länderspiel gab es 1971 gegen die Schweiz. Alljährlich gibt es auch eine inoffizielle Fußball-EM der Parlamentarier, das Deutschland 2011 gewinnen konnte.

Das Team der Knesset spielt auch schon seit Jahrzehnten. In der Regel tritt es jedoch nur einmal jährlich an – meist gegen eine Auswahl israelischer Journalisten und meist nicht allzu erfolgreich. ja

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026

Israel

Gadi Eizenkot stellt klar: »Werde in keine Regierung mit Netanjahu eintreten«

Der Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten hat ausgeschlossen, mit ihm eine Koalition einzugehen, und kritisiert Benjamin Netanjahu für dessen Versagen vor dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  22.10.2026

Wahlen

»Ein Geschenk an Israels Feinde«

Yair Lapid wirft Israels Premier Netanjahu vor, mit Provokationen gegenüber dem Iran aus Wahlkampfkalkül die Sicherheit des Landes aufs Spiel zu setzen

von Sabine Brandes  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Nahost

Israelische Kampfjets fliegen bis an iranische Grenze – Sorge vor Eskalation vor der Wahl

Was passierte im Luftraum über Syrien und dem Irak und warum?

 22.10.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Alle Feinde Israels wollen, dass ich verliere«

Der israelische Ministerpräsident wirft Iran und verbündeten Gruppen vor, die bevorstehende Wahl beeinflussen zu wollen

 22.10.2026

Gaza/Jerusalem

Hamas droht mit neuem Angriff nach dem Muster des 7. Oktober

Die palästinensische Terrororganisation hat Israel über einen UN-Vermittler mit einem weiteren Massaker gedroht haben. Die Warnung bezieht sich auf mögliche Anschläge in Israel und im Ausland

 22.10.2026

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026