Krieg

Hisbollah feuert rund 150 Raketen auf Nordisrael

Foto: dpa

Die libanesische Terror-Miliz Hisbollah hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das Militär meldete Einschläge.

Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die »Times of Israel berichteten, die Hisbollah habe rund 150 Raketen abgefeuert.

Die «Times of Israel» sprach vom «größten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann. Die Hisbollah reklamierte am Abend mehrere Attacken auf Israel für sich. Im Norden des Landes heulten über Stunden immer wieder die Warnsirenen.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch der israelische Sender Channel 12 meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «großangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen, um den Beschuss der Hisbollah auf Israel zu unterbinden. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert. dpa

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

 28.06.2026

Interview

»Es braucht eine umfassende Kampagne«

Der israelische Diplomat Akiva Tor beklagt, dass das angeschlagene Image seines Landes die nationale Sicherheit des jüdischen Staates gefährdet

von Sabine Brandes  27.06.2026

Nahost

Amerikas Rückzug

Die USA lassen Israel fallen und versuchen plötzlich, den Iran zu bestechen. Eine gefährliche Situation für den Judenstaat – aber auch eine Chance, sich neu zu erfinden

von Rafael Seligmann  27.06.2026

Jerusalem

50. Jahrestag: Israel gibt Geheimdokumente zu Entebbe frei

Am 27. Juni 1976 entführten Terroristen eine Air-France-Maschine nach Uganda. Fünf Jahrzehnte später stellt das israelische Staatsarchiv die Regierungsdokumente zur militärischen Befreiung bereit

von Hans Dahne  26.06.2026

Washington D.C.

Gespräche zwischen Israel und Libanon verlängert

Die USA drängen die beiden Staaten darauf, die Verhandlungen nicht ohne Ergebnis zu beenden. Deshalb sollen die Delegationen heute erneut zusammenkommen.

 26.06.2026

Medien

»Alle Juden haben genug von dir!« Trump soll Netanjahu angeschrien haben

Auslöser für den Streit war einem neuen Buch zufolge ein israelischer Angriff auf Hamas-Führungsmitglieder in Doha

 26.06.2026

Jerusalem

Sa’ar will Anerkennung des Armenier-Genozids

Der israelische Außenminister will eine entsprechende Resolution zunächst im Kabinett einbringen. Anschließend soll sie der Knesset zur Abstimmung vorgelegt werden

 26.06.2026

Jerusalem

Isaac Herzogs Hubschrauber muss notlanden

Die Hintergründe

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026