Krieg

Hisbollah feuert rund 150 Raketen auf Nordisrael

Foto: dpa

Die libanesische Terror-Miliz Hisbollah hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das Militär meldete Einschläge.

Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die »Times of Israel berichteten, die Hisbollah habe rund 150 Raketen abgefeuert.

Die «Times of Israel» sprach vom «größten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann. Die Hisbollah reklamierte am Abend mehrere Attacken auf Israel für sich. Im Norden des Landes heulten über Stunden immer wieder die Warnsirenen.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch der israelische Sender Channel 12 meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «großangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen, um den Beschuss der Hisbollah auf Israel zu unterbinden. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert. dpa

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  18.04.2026

Kommentar

Hätte er doch einfach geschwiegen

Michael Schulte ist der erfolgreichste deutsche Teilnehmer des ESC der letzten Jahre. Und Schulte ist ein geschichtsbewusster Künstler. Umso befremdlicher sind seine Einlassungen zu Israel

von Daniel Killy  18.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Herzliya

Studie: Mit diesen Methoden mehr Erfolg auf Dating-Apps

Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchung: Es kommt weniger darauf an, was man über sich preisgibt, als wie man es tut

 17.04.2026

Umfrage

Waffenruhen mit Iran und Hisbollah: Israelis pessimistisch

Weniger als 40 Prozent sagen, sie hätten die erfolgten Militäreinsätze unterstützt, wenn ihnen die Entwicklungen im Voraus bekannt gewesen wären

 17.04.2026

Studie aus Israel

KI treibt Arbeitslosigkeit bei Programmierern und Verkäufern nach oben

Bei Programmierern gehen zwischen 12 und 20 Prozent des jüngsten Anstiegs der Erwerbslosigkeit auf den Einsatz künstlicher Intelligenz zurück

 17.04.2026

Bildung im Krieg

Israel lockert Abiturprüfungen wegen Kriegslage – Sonderregeln für den Norden

Die Maßnahmen schließen eine »flexiblere Berechnung« von schulischen Leistungen mit ein

 17.04.2026

Nahost

Details zur Waffenruhe zwischen Israel und Libanon veröffentlicht

Ein Sechs-Punkte-Plan soll zunächst zehn Tage lang für Ruhe sorgen. Die Einzelheiten

von Imanuel Marcus  17.04.2026