EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Wiesbaden

Hessischer Friedenspreis geht posthum an Friedensaktivistin Silver

Botschafter Steffen Seibert wird die Laudatio auf Vivian Silver halten Foto: picture alliance/dpa

Der Hessische Friedenspreis wird erstmals posthum verliehen. Ausgezeichnet werde die kanadisch-israelische Friedensaktivistin Vivian Silver, wie Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) am Montag in Wiesbaden bekannt gab. Silver habe sich mehr als 50 Jahre lang für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern eingesetzt. Sie wurde am 7. Oktober im Alter von 74 Jahren beim Terrorangriff der Hamas ermordet.

Silver sei eines der bekanntesten Gesichter der israelischen Friedensbewegung gewesen, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums Hessischer Friedenspreis, Karl Starzacher. »Mit ihren Projekten hat Vivian Silver konkret gezeigt, wie es gelingen kann, die Spaltung durch den gemeinsamen Dialog zu überwinden«, fügte er hinzu.

Die 1949 im kanadischen Winnipeg geborene Silver war 1974 mit ihrer Familie nach Israel gezogen. Dort engagierte sie sich für die Gleichstellung der Geschlechter in der Kibbuzim-Bewegung und für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern. Silver lebte im Kibbuz Be eri nahe der Grenze zu Gaza, einem der ersten Ziele des Überfalls der Terroristen der Hamas.

Der Hessische Friedenspreis der Albert Osswald-Stiftung ist mit 25.000 Euro dotiert und wird am 1. Juli im Landtag in Wiesbaden verliehen. Der Preis nimmt Yonatan Zeigen entgegen, einer der Söhne von Vivian Silver. Laudator ist der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel, Steffen Seibert. epd

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026