Jerusalem

Herzog warnt vor zunehmender Gewalt

Präsident Isaac Herzog Foto: Copyright (c) Flash 90 2023

Israels Präsident Isaac Herzog hat vor zunehmenden Aggressionen in der israelischen Gesellschaft sowie möglicher physischer Gewalt gewarnt. Er habe »eine deutliche Zunahme des gewalttätigen Diskurses im öffentlichen Leben Israels festgestellt«, die möglicherweise zu Blutvergießen führen könne, sagte er laut israelischen Medienberichten am Montag bei einer Veranstaltung des Verteidigungsministeriums.

In seiner Ansprache verurteilte er sowohl den jüngsten palästinensischen Terroranschlag, bei dem am Dienstag vier Israelis getötet wurden, als auch die Gewalt von Siedlern im Westjordanland. Es gebe Israelis, die in dem Terrorakt »einen Grund für gewalttätige, grausame und hemmungslose Ausschreitungen gegen unschuldige palästinensische Bewohner gefunden haben«, so Herzog.

Nationalistischer Terror Am Montag waren fünf Israelis zur Anhörung vor das Jerusalemer Amtsgericht gebracht worden. Sie sollen an einem gewalttätigen Angriff israelischer Siedler auf das palästinensische Dorf Umm Safa im Westjordanland am Samstag beteiligt gewesen sein. Insgesamt wurden neun Verdächtige festgenommen. Die israelischen Sicherheitskräfte hatten die Gewalt mit einer seltenen gemeinsamen Erklärung von Armee, Polizei und Inlandsgeheimdienst Schin Bet als »nationalistischen Terror« verurteilt.

Seit Dienstag hatte es mehrere Tage in Folge teils massive Angriffe Hunderter Siedler auf palästinensische Orte gegeben. Ein 27-jähriger Palästinenser wurde unter ungeklärten Umständen getötet. Die Gewalt folgte auf den palästinensischen Terroranschlag, bei dem vier Israelis nahe der Siedlung Eli getötet wurden. kna

Nahost

Iran droht USA mit Angriffen

Die USA blockieren Schiffe mit Ziel iranischer Häfen. Teheran droht mit Konsequenzen für die fragile Waffenruhe

 15.04.2026

Studie

Israelische Forscher sehen Zusammenhang zwischen Corona-Infektion und Lungenkrebs

Das Spike-Protein des Coronavirus könnte nach Angaben der Autoren schädliche Prozesse im Lungengewebe auslösen

 15.04.2026

Streit

Israel wirft Südkoreas Präsidenten vor, Massaker an Juden zu verharmlosen

Lee Jae-Myung zog einen Vergleich zwischen einem angeblichen Vorgehen Israels gegen palästinensische Kinder und dem Holocaust. Das Jerusalemer Außenministerium bezeichnet dies als »inakzeptabel«

 15.04.2026

Meinung

Wie die UN indirekt den Holocaust relativieren

Die kürzlich angenommene Resolution zur Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels ist ein Akt des geschichtspolitischen Revisionismus

von Jacques Abramowicz  15.04.2026

Jerusalem

Mossad-Chef: Einsatz gegen Iran erst mit Regime Change beendet

»Unsere Mission ist noch nicht beendet«, sagt David Barnea

 15.04.2026

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Fortsetzung des Krieges gegen Hisbollah

Befragt wurden Bürger auch zu den Streitkräften und der Regierung von Benjamin Netanjahu

 14.04.2026

Nahost

Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon

Zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren führen Beirut und Jerusalem direkte Gespräche auf politischer Ebene. Können sie zu einem Durchbruch im aktuellen Konflikt führen?

von Amira Rajab, Cindy Riechau  14.04.2026

Ramallah

Fatah-Funktionär bietet Terror-Häftlingen Entscheiderrollen an

Tayseer Nasrallah spricht von einer »echten und ernsthaften Vertretung der palästinensischen Gefangenen«. Dabei handelt es sich auch um Täter, die wegen tödlicher Terroranschläge gegen Israelis verurteilt wurden

 14.04.2026