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Jerusalem

Herzog im saudischen Fernsehen: »Mein Traum ist Frieden mit Saudi-Arabien«

Israels Präsident Isaac Herzig Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Israels Präsident Isaac Herzog hat sich in einem seltenen Interview mit dem saudischen Staatssender »Al Arabiya« für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien ausgesprochen. Zugleich äußerte er die Hoffnung auf Friedensabkommen mit Syrien und dem Libanon und sprach über die humanitären Folgen des Gaza-Krieges.

Herzog sagte, er verbinde mit einer Annäherung an Riad große Hoffnungen. »Ich habe großen Respekt vor Kronprinz Mohammed bin Salman«, erklärte er. »Was wir uns in Israel am meisten wünschen, ist eine Annäherung zwischen unseren Völkern.« Er hoffe, die saudische Führung künftig auch offiziell treffen zu können, erklärte er laut »The Times of Israel« in dem Interview.

Der Präsident bezeichnete eine Friedensvereinbarung zwischen beiden Staaten als persönliches Ziel. »Mein Traum ist Frieden zwischen Israel und Saudi-Arabien.« Verhandlungen sollten seiner Ansicht nach direkt zwischen beiden Ländern stattfinden und von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützt werden.

Intensiverer Austausch

Nach Herzogs Worten bietet die aktuelle Lage eine Chance für einen neuen Dialog in der Region. »Ich glaube, wir erleben einen Moment des Dialogs zwischen Jerusalem und Mekka.« Gleichzeitig sehe er die Möglichkeit eines intensiveren Austauschs zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionen im Nahen Osten und wolle dazu seinen Beitrag leisten.

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Der Präsident beschränkte seine Vision nicht auf Saudi-Arabien. Er wünsche sich ebenso eine Aussöhnung mit den Nachbarstaaten Libanon und Syrien. »Es ist mein Traum, ins Auto zu steigen und nach Beirut zu fahren. Es ist mein Traum, nach Damaskus zu reisen.« Die Region müsse sich seiner Ansicht nach in Richtung Frieden entwickeln und nicht in einen Wettlauf der Aufrüstung und gegenseitigen Drohungen.

Als nächstes großes Ziel Israels nannte Herzog Friedensabkommen mit beiden Nachbarländern. Gleichzeitig warnte er davor, dass neue regionale Spannungen das empfindliche Gleichgewicht im Nahen Osten gefährden könnten.

Vertrauen in Amerika

Mit Blick auf Iran äußerte sich Herzog skeptisch über die Aussichten diplomatischer Vereinbarungen. Er sei nicht überrascht, dass die im vergangenen Monat geschlossene amerikanisch-iranische Vereinbarung zur Beendigung der Kämpfe inzwischen gescheitert sei. »Mit Iran kann man keine Abkommen schließen«, sagte er. »Sie brechen sie ständig. Sie haben ihre ganz eigene Auslegung von Dingen, die eigentlich völlig eindeutig sind.«

Dennoch betonte Herzog sein Vertrauen in die amerikanische Führung. Er respektiere Präsident Donald Trump ebenso wie Vizepräsident JD Vance und glaube grundsätzlich an diplomatische Lösungen. Israel habe jedoch frühzeitig auf berechtigte Bedenken hingewiesen. »Jetzt sehen Sie das Verhalten Irans mit eigenen Augen.« Die entschlossene Reaktion der USA auf iranische Verstöße begrüße er ausdrücklich.

Auch die Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen sprach Herzog an. »Mein Herz schmerzt um jeden unschuldigen palästinensischen Zivilisten, der getötet wird, denn das ist in keiner Weise unser Ziel oder unser Wunsch.« Die Menschen im Gazastreifen hätten »ein gutes Leben verdient. Wir wollen, dass sie ein gutes Leben haben.« im

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