Innovation

Haschisch an der Börse

Anbau von medizinischem Cannabis in Israel Foto: Flash 90

Die israelische TASE bringt Haschisch an die Börse. Am Montag teilte die Wertpapierbörse mit Sitz in Tel Aviv mit, dass sie einen neuen Index veröffentlicht, der aus Anteilen des Marktes für medizinisches Cannabis sowie dem Unterbereich Biomedizin besteht.

Ein Börsenindex zeigt die Entwicklung einer Auswahl festgelegter Werte an. Diese Indizes dienen als Barometer für eine Auswahl an Wertpapieren beispielsweise einer Branche oder Region. »Der neue Index soll anfangs vor allem als Indikator für Änderungen in dem Bereich des medizinischen Cannabis dienen«, so die Börsenleitung.

Der neue Index soll laut Börsenleitung vor allem als Indikator für Änderungen im Bereich des medizinischen Cannabis dienen.

Der sogenannte »TA-Cannabis-Index« beinhaltet neun Aktien mit einem Marktwert von insgesamt 1,7 Milliarden Schekel (umgerechnet etwa 425 Millionen Euro). Die Firmen sind (entsprechend des Wertes absteigend genannt): InterCure, Panaxia Israel, Seach Medical, Tikun Olam Cannbit, Together, Pharmocann, Intelicanna, Cannassure und Univo.  

VORREITER Der Wirtschaftsbereich von medizinischem Cannabis hat sich in den vergangenen Jahren in Israel stark entwickelt und ist in Sachen Forschung und Gesetzgebung mittlerweile weltweit ein Vorreiter.

»Da die Marktkapitalisierung der neun Cannabis-Unternehmen, die zu dem Index gehören, verhältnismäßig niedrig ist, reicht sie derzeit noch nicht aus, um sie als ETFs zu qualifizieren oder Finanzprodukte zu verfolgen«, heißt es in der Pressemitteilung der Börse. Als ETFs werden Fonds bezeichnet, die an der Börse gehandelt werden. Der Index sei jedoch sehr nützlich, so die Finanzinstitution, um einen Trend innerhalb des Marktes abzuzeichnen.

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026