Der hochrangige Hamas-Vertreter Hamas Khaled Maschaal hat erklärt, dass die Terrorganisation weder bereit sei, ihre Waffen niederzulegen, noch eine ausländische Einflussnahme im Gazastreifen zu akzeptieren. Damit weist er Forderungen aus den USA und von Israel zurück. Das berichtet die »Times of Israel«.
Auf einer Konferenz in Doha sagte Maschaal, es sei nicht hinnehmbar, den bewaffneten Widerstand, dessen Mittel sowie die daran Beteiligten zu kriminalisieren. Solange es eine »Besatzung« gebe, gebe es auch »Widerstand«, betonte er.
Maschaal rief den von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene sogenannten Friedensrat dazu auf, einen aus seiner Sicht »ausgewogenen Ansatz« zu verfolgen. Dieser solle den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Versorgung der rund 2,2 Millionen Einwohner mit Hilfsgütern ermöglichen. Zugleich machte er deutlich, dass die Hamas keine fremde Herrschaft über palästinensisches Gebiet akzeptieren werde.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump hatten hingegen darauf gedrängt, dass die Hamas im Rahmen der zweiten Phase der Waffenruhe im Gazastreifen ihre Waffen abgibt. Trump erklärte mehrfach, die Hamas habe zugesagt, sich zu entwaffnen, und drohte der Gruppe mit Konsequenzen. Öffentlich hat die Hamas einer Entwaffnung jedoch bislang nie zugestimmt. ja