Krieg gegen Israel

Hamas deutet Geisel-Abkommen an

Foto: ddk

Seit sechs Wochen müssen mehr als 230 Geiseln in der Gewalt der Hamas ausharren. Doch die Terrororganisation behauptet, dass bald einige von ihnen freikommen könnten. Ob die Behauptung jedoch nur ein Manöver im Propaganda-Krieg um die öffentliche Meinung ist, ist unklar. Die israelische Regierung hat sich dazu noch nicht geäußert.

»Die Freilassung einer vereinbarten Anzahl von (israelischen) Frauen und Kindern wird mit der Freilassung von Frauen und Kindern unseres Volkes in den Besatzungsgefängnissen einhergehen«, sagte Izzat al-Rischk, Mitglied des Hamas-Politbüros, laut dem offiziellen Hamas-Telegramkanal dem Fernsehsender Al-Arabi.

Dem Terroristen zufolge sei auch eine Kampfpause in greifbare Nähe gerückt. »Wir sind einem Waffenstillstandsabkommen viel näher gekommen und hoffen, dass dies bald geschieht«, so al-Rischk. Er gab wenig überraschend Israel die Schuld dafür, dass es in den letzten Tagen zu Verzögerungen gekommen sei.

Ob es sich um eine befristete Feuerpause oder einen dauerhaften Waffenstillstand handelt, wurde nicht näher ausgeführt. Die Hamas veröffentlichte die Aussagen Al-Rischks am Dienstagmorgen. Wann das Interview im TV zu sehen sein wird, war zunächst unklar.

Sollte es eine offizielle Vereinbarung geben, würde der Golfstaat Katar darüber informieren. Katar hat bei den Verhandlungen eine wichtige Vermittlerrolle, in dem Emirat lebt auch die Hamas-Führungsspitze.

Die Hamas hatte bei ihrem beispiellosen Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober etwa 240 Menschen in den Gazastreifen entführt und 1200 Menschen getötet. dpa/ja

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