Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch Netanjahus in Kiew Foto: dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kurz nach dem Start des russischen Angriffskriegs keine Rede in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem halten dürfen. Dies bestätigte nun der Vorsitzende der Gedenkstätte, Dani Dayan, wie die »Neue Osnabrücker Zeitung« unter Berufung auf ein Gespräch mit Dayan in Jerusalem berichtet.

Selenskyj habe damals vor 300 Gästen sprechen wollen, verbunden mit einer weltweiten Übertragung. »Ich habe das abgelehnt«, sagte Dayan. Er hätte befürchtet, der Auftritt habe den Holocaust mit dem Krieg in der Ukraine gleichsetzen sollen. »Nicht jedes Kriegsverbrechen ist ein Genozid, und nicht jeder Genozid ist ein Holocaust«, erklärte er mit Bezug auf den Angriffskrieg, den Russland im Februar 2022 in der Ukraine begann.

Keine mangelnde Solidarität

Zudem verwies er darauf, dass es in der Ukraine während des Völkermords im Zweiten Weltkrieg auch einheimische Täter gegeben habe. »Yad Vashem ist den Opfern des Holocausts gewidmet. Dabei muss es bleiben«, erklärte der Vorsitzende der Gedenk- und Forschungseinrichtung in Jerusalem. Die Entscheidung bedeute keine mangelnde Solidarität mit der Ukraine, sondern diene dem Schutz der historischen Einzigartigkeit der Schoa.

Tatsächlich sorgte eine Rede Selenskyjs, die er im März 2022 per Video dann vor dem israelischen Parlament hielt, wegen mehrerer direkter Holocaust-Bezüge für Kritik. kna

Tel Aviv

Israels Generalstabschef kündigt neue Phase des Krieges gegen Iran an

»Wir werden unsere Feinde verfolgen – alle – und wir werden sie erreichen«, sagt Eyal Zamir

 06.03.2026

Krieg

Israelische Airlines starten Rückholflüge

Nach und nach sollen auch Flugpassagiere aus Israel starten dürfen. Die Lufthansa will derweil noch wochenlang abwarten

 06.03.2026

Nahost

Israel intensiviert Angriffe im Iran, mehr Attacken aus dem Libanon

Die Lage am Morgen im Überblick

 06.03.2026

Jerusalem

Werden die Wahlen in Israel vorgezogen?

Likud-Ministerin Gila Gamliel schlägt im Radio Ende Juni oder Anfang Juli als Tag vor

von Sabine Brandes  05.03.2026

Nahost

Iran greift Golfstaaten an

Mehr als 1.000 mutmaßlich iranische Drohnen wurden in den vergangenen Tagen allein von den Vereinigten Arabischen Emirate entdeckt. Auch im Irak gab es Einschläge. Ein Ende der Angriffe ist bisher nicht in Sicht

 05.03.2026

Iran

Schah-Sohn attackiert mögliche Ajatollah-Nachfolger

Der einflussreiche iranische Oppositionspolitiker Pahlavi erklärt die Suche nach einem neuen Religionsführer für aussichtslos. Der 65-Jährige bringt sich erneut als Übergangsfigur ins Spiel

 05.03.2026

Nahost

Das falsche Pferd im Libanon

Geschwächt und unter Druck im eigenen Land versucht die schiitische Terrormiliz Hisbollah, sich vom Iran zu distanzieren

von Sabine Brandes  05.03.2026

Nahost

Neuer Raketenangriff Irans auf Israel - Sirenen in Tel Aviv

Das Teheraner Regime greift den jüdischen Staat weiterhin an. Ein Passagierflugzeug musste laut einem Medienbericht den Landeanflug abbrechen, als Raketen ankamen

 05.03.2026

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Krieg gegen Iran

Selbst im linken Lager liegt die Zustimmung noch bei 76 Prozent. Unter israelischen Arabern ist die Zustimmung weitaus geringer

 05.03.2026