Midburn-Festival

Feuer, Kunst und nackte Haut

Vorbild Burning Man Foto: Flash 90

Feuer und viel nackte Haut sind die Themen des Midburn-Festivals in Israel. Fünf Tage lang feiern bis zum 24. Mai Tausende Menschen in der Wüste und gestalten Kunst, nur um sie anschließend zu verbrennen. Gern tun sie all dies im Adamskostüm und toben sich auf erotischen Spielwiesen aus. Letzteres aber war der Polizei ein Dorn im Auge. Die Behörden wollten die Nacktheit verbieten lassen, doch das Verwaltungsgericht in Beer Sheva hat nun beschlossen, das wilde Treiben zu erlauben.

Wie beim legendären Vorbild, dem Burning Man Festival in Nevada, USA, wollen auch die Israelis alle Zwänge in der Wüste fallen lassen. Zum zweiten Mal laden die Veranstalter zum Midburn in die Negevwüste ein. Allerdings gibt es vom Gericht einige Auflagen.

Richterin Rachel Barkai erklärte, dass sie die Einwände der Polizei in Sachen Nacktheit in der Öffentlichkeit durchaus verstehe. Es gebe jedoch keinen Grund, die Teilnehmer davon abzuhalten, sich ihrer Kleidung zu entledigen – sofern es an einem Ort geschieht, der für Minderjährige nicht zugänglich ist.

Sex Die Sicherheitskräfte hatten argumentiert, dass das Fest für die Öffentlichkeit – also auch für Kinder – zugänglich ist. Im vergangenen Jahr hatten sich einige Teilnehmer spontan entblößt und Sex im Freien gehabt – für jedermann zu sehen. Auch dieses Mal, befürchteten sie, würde es dazu kommen. Sie präsentierten dem Gericht als Beweis einen Kalender des Festivals, in dem ein Bereich für »erotische Gruppenaktivität« aufgeführt ist.

Nachdem die Anwälte der Organisatoren vorschlugen, die Erotik auf abgeschlossene Räume zu begrenzen, ließ die Richterin sie gewähren. »Denn es gibt kein Gesetz gegen Nacktheit als solche«, argumentierte sie.

Die Zeltstadt ist mittlerweile schon aufgebaut. Fünf Tage lang treffen sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Gestalten von Kunstobjekten, die am Ende des Festivals gemeinsam verbrannt werden. Getreu ihrem Motto: »Kreationen werden nicht dazu geschaffen, um Besitz oder Reichtum anzuhäufen, sondern nur für den Moment.«

www.midburn.org

Rüstung

Israel beschleunigt Produktion von Arrow-Abfangraketen

Israel will die Produktion seiner Arrow-Abwehrraketen deutlich steigern. Ziel ist es, den Vorrat zu erhöhen und die Verteidigungsfähigkeit angesichts ständiger Angriffe auszubauen

 06.04.2026

Krieg

Angriffe von drei Seiten auf Israel

Koordinierte Angriffe aus dem Iran, dem Libanon und dem Jemen treffen Israel

 06.04.2026

Krieg

Weiterer Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv

Nach neuen Raketenangriffen auf Tel Aviv gibt es Berichte über mehrere Einschläge und Verletzte. Bilder zeigen zerstörte Hausfassaden

 06.04.2026

Krieg

Zwei weitere Tote nach Raketenangriff in Haifa geborgen

Nach einem iranischen Raketenangriff in der israelischen Hafenstadt Haifa wurden zwei weitere Tote geborgen. Insgesamt sterben vier Menschen, darunter Angehörige zweier Generationen einer Familie

 06.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist eine historische Chance

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  06.04.2026 Aktualisiert

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

Kriegsverbrechen

Iran greift Großraum Tel Aviv erneut mit Streumunition an

Der Iran setzt laut Medien erneut Streumunition bei Angriffen auf Tel Aviv und Haifa ein. Human Rights Watch sieht dadurch eine langfristige Gefahr für Zivilisten

 06.04.2026

Debatte

Antisemitismus und Israel-Hass: Auswärtiges Amt rügt Goethe-Institut für Ausstellung

Um die palästinensisch-amerikanische Künstlerin Basma al-Sharif gab es wegen Social-Media-Posts zuletzt Wirbel. Das gilt auch für die Teilnahme an einer Ausstellung in Vilnius

 04.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  04.04.2026

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026