Israel

Festnahmen bei Demonstrationen gegen Netanjahu

Auch in Tel Aviv gingen die Menschen am Donnerstagabend wieder auf die Straße, um gegen Netanjahu zu demonstrieren. Foto: Flash 90

Bei Demonstrationen von Gegnern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat die Polizei in Tel Aviv zwölf Menschen vorübergehend festgenommen. Ihnen wurden Störungen der öffentlichen Ordnung vorgeworfen, wie die Polizei mitteilte.

Medienberichten zufolge beteiligten sich am Donnerstagabend Tausende im ganzen Land an den Demonstrationen. Sie fanden sich demnach in kleinen Gruppen zusammen und protestierten etwa auf Straßen sowie Brücken.

polizei In Tel Aviv soll ein Wagen beschleunigt und auf Demonstranten zugehalten haben. Eine Frau sei leicht verletzt worden. Der Polizei zufolge wurde der Fahrer festgenommen und befragt. Eine Anzeige sei bislang nicht eingegangen. Die Polizei rief Augenzeugen auf, sich zu melden.

Parlament und Regierung hatten in dieser Woche eine umstrittene Einschränkung für Demonstrationen beschlossen: Wer protestieren will, darf dies demnach während des kompletten Lockdowns nur innerhalb eines Umkreises von 1000 Metern von seinem Zuhause und in Gruppen von maximal 20 Menschen.

Die befristete Einschränkung ist Teil der geltenden Lockdown-Maßnahmen. Dieser wurde wegen massiv gestiegener Corona-Zahlen verhängt und soll eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

kritiker Netanjahu hatte Demonstrationen wegen der damit einhergehenden Ansteckungsgefahr unlängst als »Brutstätten« des Coronavirus bezeichnet. Kritiker sehen in der Einschränkung den Versuch, die wöchentlichen Proteste gegen den Regierungschef zu verhindern. Netanjahu steht auch wegen seiner Corona-Politik und eines gegen ihn laufenden Korruptionsprozesses massiv in der Kritik.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am Mittwoch erstmals die Marke von 9000 Fällen überschritten. Israel hat etwa neun Millionen Einwohner. dpa

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Susanne Glass und Jenny Havemann

»Das Land braucht Veränderung«

Die Journalistin und die Unternehmerin haben ein Buch geschrieben, in dem sie über »ihr« Israel erzählen. Ein Gespräch über Freundschaft und die Möglichkeit eines Neubeginns

von Katrin Richter  27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jerusalem

Zamir: »Die Armee wird in sich zusammenbrechen«

Generalstabschef Ejal Zamir warnt die Regierung eindringlich vor den Folgen des Krieges und wachsender Einsatzlast

 27.03.2026

Nahost

43-jähriger Israeli stirbt bei Raketenangriff der Hisbollah

Die Kämpfe zwischen der libanesischen Terrororganisation und der israelischen Armee dauern an. Die Lage im Überblick

 27.03.2026

Social Media

Mit dem Direktflug von Teheran nach Tel Aviv

Mit einem KI-erstellten Video träumt die Metropole am Mittelmeer von einem friedlichen Morgen für Israelis und Iraner

von Sabine Brandes  26.03.2026

Krieg

Israel schickt weitere Soldaten in den Libanon

Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge auch am Boden gegen die libanesische Terror-Miliz im Süden des Nachbarlandes vor. Nun sendet das Militär Verstärkung

 26.03.2026

Israel

Die Kosten des Krieges

Von Toten und Verletzten über Lohnausfall bis zum Konsum: Der Waffengang gegen den Iran ist in allen Lebensbereichen spürbar

von Sabine Brandes  26.03.2026

Nahost

Wie geht der Krieg gegen den Iran weiter?

US-Präsident Donald Trump droht dem Regime mit weiteren Angriffen. Teheran soll derweil seine Antwort auf den 15-Punkte-Plan übermittelt haben

 26.03.2026