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Festival, Affe, Plastik

Protest fürs Fest Foto: Flash 90

Festival
Tel Aviv macht seinem Namen als Partystadt alle Ehre. Sogar wenn es darum geht, für das Feiern auf die Straßen zu gehen. Hunderte Israelis demons­trierten gegen die Absage eines Trance-Musikfestivals auf dem Rabin-Platz. Die Protestierenden blockierten sogar zeitweise große Straßen in der Stadt und lieferten sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Das dreitägige »Doof Festival« hätte in Hamat Gader, einem Kurort in den Golanhöhen, stattfinden sollen. Die Polizei hatte es jedoch abgesagt, weil sie Geheimdienstinformationen erhalten hatte, dass auf dem Festival Drogen verkauft werden sollen. Die Organisatoren zogen sogar vor das Oberste Gericht, doch ihr Einspruch wurde abgelehnt. 4000 Menschen hatten Karten für das Festival gekauft. Bei den Protesten wurden 15 Menschen festgenommen, einer von ihnen leicht verletzt. Auch zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.

Affe
Der libanesische Affe ist wieder zu Hause. Über eine Woche, nachdem Tachtouch aus seinem Gehege im Südlibanon ausgebrochen war, konnten Soldaten der israelischen Armee ihn einfangen. Mitglieder der UN-Friedenstruppen brachten ihn anschließend zurück zu seiner Eigentümerin über die Grenze. Zuvor war der Schlingel in verschiedenen Gegenden im Norden Israels herumgestromert. Die französische Nonne Beatrice Mauger, der Tachtouch gehört, betreibt in einem libanesischen Dorf ein Friedensprojekt. Per Facebook hatte sie aufgerufen: »Tachtouch, bitte komm zurück in die Friedensarche!« Doch sogar das Versprechen von vielen Bananen lockte den Affen zunächst nicht. Nach seiner Rückkehr sagte die Nonne glücklich: »Er hat ganz einfach die Zäune und den Stacheldraht ignoriert. Dieser Affe ist ein wahrer Friedensbote.«

Plastik
Tel Aviv ist die Mittelmeerstadt mit der dritthöchsten Menge an angeschwemmtem Plastikmüll. Auf Platz eins und zwei liegen die Strände von Cilicia in der Türkei sowie Barcelona. Dies veröffentlichte der World Wildlife Fund in der vergangenen Woche. Die Müllmenge, die sich auf einem Kilometer Strand täglich ansammelt, beträgt in Tel Aviv etwa 21 Kilogramm. In Cilicia sind es 31 Kilogramm. Die Länder, die Plastikabfall am nachlässigsten entsorgen, sind Ägypten (42 Prozent des Gesamtmülls), die Türkei (19 Prozent) und Italien (7,5 Prozent). Daher wird davon ausgegangen, dass diese drei Staaten zusammen für zwei Drittel der Umweltverschmutzung durch Plastik verantwortlich sind. Während der Touristensaison im Sommer erhöht sich das Aufkommen des Plastikmülls an den Stränden um das Dreifache.

Aufbau
Die »Freunde der israelischen Armee« (FIDF) aus den USA, Fred und Jeannette Bogart, helfen dabei, die Synagoge in der Kissufim-Basis wiederaufzubauen – und zwar mit Bargeld. Das Bethaus war während der Raketenangriffe der Hamas im Mai schwer beschädigt worden. Sogar die Torarolle wurde zerstört. Anschließend startete FIDF eine Kampagne, um 60.000 Dollar zu sammeln, damit die Soldaten wieder ihre Synagoge besuchen können. Als die Bogarts davon hörten, spendeten sie spontan den gesamten Betrag, der benötigt wird, um das Gebäude zu renovieren. Schon im September sollen darin wieder Gottesdienste abgehalten werden. »Diese Soldaten riskieren ihr Leben am Gazastreifen, um den jüdischen Staat zu schützen«, so Fred Bogart. »Es ist uns eine Ehre, dass wir die mutigen Männer und Frauen der IDF auf diese Weise unterstützen können.«

Verlängerung
Keine Verlängerung mehr. Das erklärte Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit in der vergangenen Woche und lehnte damit das Anliegen von Premier Benjamin Netanjahu ab, seine Anhörung im Korruptionsskandal noch einmal zu verschieben. Auch die Neuwahlen am 17. September seien kein ausreichender Grund, eine Verlängerung zu genehmigen, so Mandelblit. Die Anhörung ist für Anfang Oktober angesetzt. Zuvor hatte der Generalstaatsanwalt dem Ministerpräsidenten bereits eine dreimonatige Fristverlängerung zugestanden. Seine Anwälte hatten damals erklärt, dass sie mehr Zeit brauchen, um das Zeugenmaterial durchzusehen. Dieses Argument gelte nun jedoch nicht mehr.

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