Terror

Familienvater ermordet

Raziel Shevach (M.) wurde am Dienstagabend ermordet. Foto: TPS

Ein sechsfacher Familienvater ist am Dienstagabend bei einem mutmaßlichen Terroranschlag ermordet worden. Noch gibt es keine näheren Angaben der Sicherheitskräfte zu dem oder den Tätern. Auf das Auto von Raziel Shevach wurde mehrfach geschossen, als er auf der Straße Nummer 60 durch das Westjordanland fuhr.

Der 35-jährige Mann wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Nackenbereich ins Krankenhaus von Kfar Saba eingeliefert, wo er jedoch kurz darauf verstarb.

Rettungskräfte Seine Frau berichtete den Rettungskräften auf dem Weg ins Krankenhaus, dass ihr Mann sie noch anrufen konnte, als er bereits schwer verwundet war. »Er sagte: ›Ich bin angeschossen worden. Ruf einen Krankenwagen.‹ Bitte betet für ihn.« Mehrere Ersthelfer, die kurz darauf eintrafen, versuchten noch, die Blutungen des Opfers zu stoppen.

Shevach arbeitete als Mohel und als Freiwilliger bei den Rettungskräften von Magen David Adom. Er lebte in der Siedlung Havat Gilad in der Nähe von Nablus. Sein jüngstes Kind ist erst acht Monate alt. Die Beerdigung findet am Mittwoch in Havat Gilad statt.

strassenblockaden Bei den »Preisschild-Vergeltungen« warfen im Anschluss an die Tat extremistische Siedler Steine auf vorbeifahrende Autos. Nach Angaben der Sicherheitskräfte wurden dabei vier Menschen leicht verletzt.

Währenddessen hat die Armee Straßenblockaden errichtet. Sie durchkämmt die Ortschaften auf der Suche nach dem oder den Tätern. Zusätzliche Kräfte wurden in das Gebiet geordert, sagte ein Sprecher. Stabschef Gadi Eizenkot besichtigte den Tatort am Mittwochmorgen.

Knesset

Netanjahu schließt türkische und katarische Truppen in Gaza aus

Der Ministerpräsident räumt ein, es habe mit Washington »eine gewisse Auseinandersetzung« über Gaza gegeben. Die Opposition wirft ihm Versagen vor

 20.01.2026

Jerusalem

Zwei Säuglinge sterben in illegaler ultraorthodoxer Krippe

Erschütternde Zustände in der überfüllten Einrichtung in dem ultraorthodoxen Stadtteil Romema kommen ans Licht

von Sabine Brandes  20.01.2026

Gazastreifen

Trump lädt Netanjahu und Putin in »Friedensrat« ein

Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Verwaltung überwachen. Auch der israelische Premier soll dabei sein

von Sabine Brandes  19.01.2026

Hamas-Massaker

»Keine Ausreden mehr«

Vor und in der Knesset gibt es Proteste, als die Anhörungen zur politischen Untersuchung zu den Versäumnissen vor dem 7. Oktober beginnen

von Sabine Brandes  19.01.2026

Verhandlungen

Eltern der letzten Geisel fordern Ultimatum an Hamas

Die Angehörigen fürchten, dass Ran Gvili, der getötete israelische Polizist, in Phase zwei »in Gaza zurückgelassen« wird

von Sabine Brandes  18.01.2026

Trauer

»Verzeih, dass ich dich in eine grausame Welt brachte«

Kfir Bibas, das rothaarige Baby, das von palästinensischen Terroristen entführt und in Gaza ermordet wurde, wäre am Sonntag drei Jahre alt geworden

von Sabine Brandes  18.01.2026

Geiseln

»Die Liebe hat gesiegt«

Die Israelis wählen »Habaita« zum Wort des Jahres. Es enthält ein Versprechen: zurück »nach Hause«. Dort geht für die Entführten das Leben weiter. Zwei Paare, die der Terror trennte, haben sich nun verlobt

von Sabine Brandes  18.01.2026

Nahost

Israel verärgert wegen personeller Besetzung von Gaza-Gremium

Ranghoher US-Beamter reagiert auf Kritik Netanjahus: »Das ist unsere Show, nicht seine Show.«

 18.01.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Rachel Goldberg-Polin veröffentlicht Memoiren

Die Mutter der getöteten Hamas-Geisel Hersh Goldberg-Polin: »Ich setzte mich hin, um meinen Schmerz aufzuschreiben, und heraus strömten Verlust, Leid, Liebe, Trauer, Hingabe, Kummer, Verehrung und Zerrissenheit«

 16.01.2026