Westjordanland

Erneut Angriff auf Israeli

Der jüngste Vorfall ereignete sich in der Nähe der Siedlung Neve Daniel südlich von Bethlehem. Foto: Flash 90

In der Nähe der israelischen Siedlung Neve Daniel im Westjordanland wurde am Donnerstagmorgen ein Mann mit einem Schraubenzieher niedergestochen.

Er wird nach Angaben des Chefs der israelischen Hilfsorganisation Magen David Adom, Eli Bin, im Jerusalemer Schaare-Zedek-Krankenhaus behandelt und befindet sich in einem ernsten Zustand. Der Mann wurde Medienberichten zufolge in einem Bus angegriffen. Ein bewaffneter Passagier erschoss daraufhin den Angreifer, bei dem es sich um einen 30-jährigen Palästinenser handeln soll.

terroranschläge Ebenfalls am Donnerstag kamen bei einem Einsatz des israelischen Militärs (IDF) in Dschenin, im Norden des Westjordanlands, drei Palästinenser ums Leben. Ein israelischer Soldat wurde Armeeangaben zufolge bei dem Schusswechsel leicht verletzt. Nach mehreren Terroranschlägen, bei denen insgesamt elf Israelis ums Leben kamen, waren Grenzpolizei und Militär in die palästinensische Stadt eingedrungen, um Verdächtige festzunehmen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Al-Quds-Brigaden – der bewaffnete Arm der Terrororganisation Islamischer Dschihad – haben ihre Einheiten im Westjordanland in Alarmbereitschaft versetzt. »Auf der Grundlage der Entscheidung des Generalsekretärs, des Mudschaheddin-Kommandeurs Ziad al-Nakhala, kündigen wir die volle Bereitschaft unserer Kämpfer in allen militärischen Formationen an«, sagte ein Sprecher der Miliz.

sicherheitsapparat Israels Ministerpräsident Naftali Bennett warnte am Mittwoch vor weiteren Angriffen. »Wir erleben derzeit eine Welle des mörderischen Terrorismus, und wie bei allen früheren Wellen werden wir gemeinsam die Oberhand behalten. In den letzten 24 Stunden hat der Sicherheitsapparat mit voller Kraft gehandelt, um die Sicherheit in Israels Städten und das Gefühl der Sicherheit für Sie, die Bürger, wiederherzustellen«, so Bennett.

Israel erlebt derzeit eine blutige Anschlagsserie, bei der innerhalb von rund einer Woche elf Israelis getötet wurden. Sicherheitsexperten befürchten eine weitere Eskalation der Lage vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan am Wochenende. Die Armee unterstützt die Polizei mit 1000 Soldaten, um die allgemeine Sicherheitslage zu verbessern. mth

Jahrestag der Geiselrückkehr

Schön, dass du wieder da bist!

Als ich Alon Ohel auf einer Straße in Tel Aviv sah, wollte ich ihn ansprechen – und ließ ihn weitergehen. Über Solidarität und die Kraft einer Gesellschaft

von Sabine Brandes  14.10.2026

Hamas-Terror

Ein Jahr Freiheit – doch die Narben bleiben

Vor einem Jahr war die Freude unbändig, als die letzten 20 lebenden Geiseln nach 738 Tagen in den Tunneln unter dem Gazastreifen nach Israel zurückkehrten

von Sabine Brandes  14.10.2026

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026