Reisen

EL AL fliegt nach Plan, Lufthansa startet später

Eine Maschine der EL-AL-Tochter UP am Flughafen Berlin-Schönefeld Foto: Marco Limberg

In einigen Bundesländern beginnen dieser Tage die Sommerferien. Manche Familie hat geplant, ihren Urlaub in Israel zu verbringen und überlegt jetzt, die Reise wegen der aktuellen Situation zu stornieren. Zwar warnt das Auswärtige Amt derzeit nicht generell vor Reisen nach Israel. Doch solle man »innerhalb eines Radius von 40 Kilometern um den Gazastreifen von nicht notwendigen Aufenthalten« absehen und »sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen informieren«, liest man auf der Webseite.

Die Berlinerin Yael Frankfurt macht sich in dieser Hinsicht keine Sorgen. »Ich bin schon in ganz anderen Situationen nach Israel gereist«, sagt sie. »Solange der Ben-Gurion-Flughafen nicht geschlossen ist, fliege ich.« Yael Frankfurt plant, am Montag mit ihrer Familie nach Israel zu reisen, um dort die Batmizwa ihrer Tochter zu feiern. Solange es keine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gibt, sehe sie keinen Grund, nicht zu reisen, sagt sie.

Seit 20 Jahren führt sie ein Reisebüro, das sich auf Israel-Touren spezialisiert hat. Absagen habe es seit gestern kaum gegeben, sagt sie. »Heute Vormittag hat nur eine Familie storniert.« In der Regel versuche sie, mit ihren Kunden zu reden. »Und wer wirklich Angst hat, der kann die Reise vielleicht verschieben«, sagt sie. »Im Ausnahmefall versuche ich auch mal, die Stornokosten zu erlassen.«

Hinweis Wer die Webseite der israelischen Flughafengesellschaft aufruft, liest derzeit einen Hinweis: »Aufgrund der erhöhten Aktivität der israelischen Luftwaffe ist der Luftraum für zivile Flüge beschränkt. Der Betrieb des Flughafens wird mit geringfügigen Änderungen im Flugplan normal fortgesetzt.« EL-AL-Flüge von Deutschland nach Tel Aviv sind davon offenbar nicht betroffen. Eine Sprecherin der israelischen Airline sagte der Jüdischen Allgemeinen: »Wir fliegen ganz normal weiter. Bei uns ist Business as usual – jedenfalls zurzeit.« Sowohl die Maschine von Frankfurt als auch die von Berlin seien am Vormittag nach Tel Aviv gestartet.

Auch Lufthansa flog heute Vormittag planmäßig nach Tel Aviv. Am Abend allerdings werde es Veränderungen geben, sagte Sprecherin Sandra Kraft der Jüdischen Allgemeinen: »Der abendliche Flug verschiebt sich um drei Stunden nach hinten, denn wegen der Sicherheitslage soll die Crew nicht in Tel Aviv übernachten.« Das sei eine Entscheidung für die kommende Nacht. Wie es in den nächsten Tagen sein wird, sei noch nicht klar. Es werde »situativ entschieden«.

Situativ entschieden hat gestern Abend offenbar auch die türkische Billigairline Pegasus: Sie strich ihren Flug nach Tel Aviv. Rund 100 israelische Passagiere steckten auf dem Istanbuler Flughafen fest und konnten erst heute Morgen nach Tel Aviv fliegen.

Israel

Irans Waffenproduktion soll »in wenigen Tagen« weitgehend zerstört sein

Eines der Kriegsziele Israels ist die Ausschaltung der iranischen Militärindustrie. Ein Armee-Sprecher nennt den zeitlichen Horizont, bis wann dieses Ziel erreicht sein könnte

 28.03.2026

Jemen

Erstmals im Iran-Krieg: Huthis greifen Israel an

Die terroristische Miliz hatte seit dem Waffenstillstand im Oktober 2025 keine Raketen mehr auf Israel gefeuert. Nun ist die vom Iran gestützte Miliz in den Krieg eingetreten

 28.03.2026

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Susanne Glass und Jenny Havemann

»Das Land braucht Veränderung«

Die Journalistin und die Unternehmerin haben ein Buch geschrieben, in dem sie über »ihr« Israel erzählen. Ein Gespräch über Freundschaft und die Möglichkeit eines Neubeginns

von Katrin Richter  27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jerusalem

Zamir: »Die Armee wird in sich zusammenbrechen«

Generalstabschef Ejal Zamir warnt die Regierung eindringlich vor den Folgen des Krieges und wachsender Einsatzlast

 27.03.2026

Nahost

43-jähriger Israeli stirbt bei Raketenangriff der Hisbollah

Die Kämpfe zwischen der libanesischen Terrororganisation und der israelischen Armee dauern an. Die Lage im Überblick

 27.03.2026

Social Media

Mit dem Direktflug von Teheran nach Tel Aviv

Mit einem KI-erstellten Video träumt die Metropole am Mittelmeer von einem friedlichen Morgen für Israelis und Iraner

von Sabine Brandes  26.03.2026

Krieg

Israel schickt weitere Soldaten in den Libanon

Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge auch am Boden gegen die libanesische Terror-Miliz im Süden des Nachbarlandes vor. Nun sendet das Militär Verstärkung

 26.03.2026