Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Yashar-Chef Gadi Eisenkot und sein Enkel Noam bei der Stimmabgabe in Herzliya Foto: picture alliance / AP Photo/Ariel Schalit

Der wichtigste Rivale des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat nach Veröffentlichung erster Prognosen nach der Parlamentswahl angekündigt, er wolle die Netanjahu-Regierung ablösen. Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei wurde laut Prognosen führender TV-Sender zwar stärkste Kraft im Parlament. Das Netanjahu-Lager, dem mehrere strengreligiöse und rechtsextreme Parteien angehören, verfehlte demnach aber die absolute Mehrheit und kam nur auf 50 von 120 Sitzen im Parlament. Nach der Wahl vor vier Jahren hatte Netanjahu eine Koalition gebildet, die über 64 Sitze verfügte.

Der Vorsitzende der Mitte-Partei Jaschar, Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, sagte nach Angaben seines Büros, die Prognosen deuteten darauf hin, »dass die Mehrheit der israelischen Bürger Netanjahu und der für den 7. Oktober verantwortlichen Regierung jegliches Vertrauen entzogen hat«. Sollten sich diese Ergebnisse bestätigen, wäre dies »ein Sieg für die zionistische, national gesinnte Mehrheit Israels«.

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Der Ex-Militärchef sagte, er werde nun »unverzüglich daran arbeiten, den Wählerwillen umzusetzen, die Regierung Netanjahu abzulösen und so schnell wie möglich eine zionistische Regierung zu bilden, die sich der Wehrpflicht für alle verpflichtet fühlt«. Auch das Lager von Parteien um Eisenkot kommt aber laut den Prognosen nicht auf eine Mehrheit, liegt jedoch zwei bis drei Mandate vor Netanjahus Lager.

Die arabischen Parteien kamen den Umfragen zufolge auf 17 bis 18 Mandate, mit ihnen wäre daher eine Mehrheit grundsätzlich möglich. Viele Parteien aus Netanjahus Lager und dem seiner Gegner lehnen dies jedoch ab. dpa

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