Eklat

Einspruch von Sara Netanjahu

Hatte wegen inakzeptabler Arbeitsbedingungen und Drangsalierung geklagt: Meni Naftali Foto: Flash 90

Sara Netanjahu will Einspruch einlegen. Die Ehefrau des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht in Jerusalem verloren. Ihr ehemaliger Hausmeister Meni Naftali hatte gegen Sara Netanjahu wegen inakzeptabler Arbeitsbedingungen und Drangsalierung geklagt. Der Fall war wochenlang durch die israelische Presse gegangen.

Nun wurde Naftali eine Kompensation in Höhe von rund 40.000 Euro zugesprochen, die der Staat zahlen muss. Richterin Dita Pruginin akzeptierte den Vorwurf des Ex-Hausmeisters in der Residenz der Netanjahus und sprach ihm die finanzielle Entschädigung zu. Der sagte nach dem Gerichtsurteil, es zeige, dass David doch gegen Goliath gewinnen könne.

exempel In der Entscheidung der Richterin heißt es, dass die Residenz des Ministerpräsidenten vor allen anderen ein Exempel für die Rechte von Angestellten sein solle. Die Menschen dort müssten mit besonderem Respekt und Anerkennung behandelt werden. »Doch genau das scheint nicht der Fall gewesen zu sein«, so Pruginin. »Stattdessen gab es viele Überstunden zu unmöglichen Tageszeiten, überzogene Forderungen, Beleidigungen und Wutausbrüche.«

Die Netanjahus jedoch wollen das Urteil nicht akzeptieren und Einspruch dagegen einlegen. In einer Erklärung der Familie heißt es: »Das Arbeitsgericht ist zu einem Ergebnis gekommen, das Sara Netanjahu sehr schadet. Ihr Blut wurde von den Medien vergossen, obwohl sie sich keiner Straftat schuldig gemacht hat.«

Da Sara Netanjahu jedoch nicht als Angeklagte, sondern lediglich als Zeugin vor Gericht geladen war, sind ihre Chancen auf einen Einspruch gering. Aus einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes geht hervor, dass Zeugen kein Recht auf Einspruch hätten, »um ihren Ruf zu retten«.

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Fortsetzung des Krieges gegen Hisbollah

Befragt wurden Bürger auch zu den Streitkräften und der Regierung von Benjamin Netanjahu

 14.04.2026

Nahost

Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon

Zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren führen Beirut und Jerusalem direkte Gespräche auf politischer Ebene. Können sie zu einem Durchbruch im aktuellen Konflikt führen?

von Amira Rajab, Cindy Riechau  14.04.2026

Ramallah

Fatah-Funktionär bietet Terror-Häftlingen Entscheiderrollen an

Tayseer Nasrallah spricht von einer »echten und ernsthaften Vertretung der palästinensischen Gefangenen«. Dabei handelt es sich auch um Täter, die wegen tödlicher Terroranschläge gegen Israelis verurteilt wurden

 14.04.2026

Jom Haschoa

Erinnerungen im Wohnzimmer

Am Holocaustgedenktag kommen in Israel Menschen bei »Sikaron Ba‘Salon« zusammen, um Überlebenden zuzuhören

von Sabine Brandes  14.04.2026

Automatisierter Handel

»Geistiger Schaden«: Bnei Brak will Verkaufsautomaten nachts schließen

Stadtrat Rabbiner Ze’ev Lipschitz, der die Änderung eingebracht hatte, spricht von ökologischen, körperlichen und vor allem »spirituellen« Schäden durch Automaten

 14.04.2026

Jerusalem

Israel begeht den Jom Haschoa im Zeichen des Krieges – Netanjahu kritisiert Europa

Der Kontinent leide an »tiefer moralischer Schwäche«, sagt der Ministerpräsident

 14.04.2026

Nahost

Darüber sprachen Merz und Netanjahu

Kurz vor direkten Gesprächen von israelischen und libanesischen Vertretern greifen zwei deutsche Regierungsmitglieder zum Telefonhörer. Wer mit wem spricht und wie Berlin auf die Gespräche blickt

 13.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Diplomatie

Israel und Libanon verhandeln in Washington

Streben nach einem Friedensabkommen, Waffenruhe und Normalisierung: In Washington treffen sich Israel und Libanon zu direkten Gesprächen. Aber wie realistisch sind die Ziele?

 13.04.2026