In Suweid Hamira im Unteren Galiläa wurden drei Männer erschossen. Zwei von ihnen wurden tot am Tatort aufgefunden, der Dritte erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie der Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte.
Der Vorfall ist Teil einer alarmierenden Gewaltwelle in arabischen Gemeinden Israels. Allein seit Jahresbeginn wurden dort bereits 33 Menschen ermordet. Letztes Jahr war das tödlichste Jahr in der Geschichte der arabischen Gesellschaft, mit 252 Opfern durch Gewalttaten. Viele arabische Gemeindevertreter werfen den Sicherheitsbehörden Vernachlässigung vor.
Kritiker machen insbesondere den ultrarechten Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, verantwortlich, unter dessen Aufsicht die Mordrate seit seinem Amtsantritt 2023 in arabischen Gemeinden deutlich angestiegen sei.
Präsident Isaac Herzog sieht einen »nationalen Notstand« und warnte: »Das Blut, das auf den Straßen der arabischen Gesellschaft vergossen wird, ist das Blut unserer Bürger. Die grassierende Kriminalität ist eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit der gesamten israelischen Gesellschaft. Ja, aller!« Herzog forderte ein entschlossenes Eingreifen von Strafverfolgung und Politik: »Dieses Gewaltproblem hört nicht an den Grenzen eines Dorfes auf — es ist eine Krankheit, die an den Grundlagen uns aller nagt.« im