Eurovision

Das sind die ersten Finalisten

Der Tag der großen Entscheidung beim größten Live-Musikspektakel der Welt rückt näher. Und der Weg dahin ist mit einer Party nach der anderen gepflastert. Am Dienstagabend fand das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv statt. Zehn von 17 Teilnehmern sind weitergekommen und werden beim Finale am Samstag auftreten.

Show Während die Fans am Dienstagabend ins Eurovision-Dorf strömten, wo die Show auf riesigen Leinwänden live ausgestrahlt wurde, stieg die Spannung im Messezentrum am anderen Ende der Stadt. Dort mussten die ersten 17 Teilnehmer in die Ausscheidung. Durch die Show mit Tausenden Zuschauern führten die Fernsehmoderatoren Lucy Ayoub und Erez Tal sowie Schauspieler Assi Azar und Supermodel Bar Refaeli.

Die Beiträge der »Big Five« sind direkt im Finale.

Gastgeber Die Lieder der sogenannten großen Fünf – Deutschland (S!isters, »Sister«), Italien (Mahmood, »Soldi«), Großbritannien (Michael Rice, »Bigger Than Us«), Frankreich (Bilal Hassani, »Roi«) und Spanien (Miki, »La Venda«) – kommen direkt ins Finale, da sie die höchsten Beiträge an die European Broadcasting Union (EBU), dem Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, zahlen. Außerdem ist die Teilnahme des Gastgeberlandes, in diesem Jahr ist das Israel mit dem Schmusesänger Kobi Marimi und seinem Song »Home«, beim Finale garantiert.

Nach der Show der schrägsten Kostüme und wilden Tanzeinlagen war dann auch klar, wer das Halbfinale überstanden hatte und nach dem ESC-Motto »Dare to Dream« weiterträumen kann:

  1. Griechenland, Katerine Duska, »Better Love«
  2. Weißrussland, ZENA, »Like It«
  3. Serbien, Nevena Bozovic, »Kruna«
  4. Zypern, »Tamta, Replay«
  5. Estland, Victor Cron, »Storm«
  6. Tschechien, Lake Malawi, »Friend Of A Friend«
  7. Australien, Kate Miller-Heidke, »Zero Gravity«
  8. Island, Hatari, »Hatrio Mun Sigra«
  9. San Marino, Serhat, »Say Na Na Na«
  10. Slowenien, Zala Kralj & Gasper Santl, »Sebi«

Das Highlight des Events ist der Auftritt von Madonna.

Jury Polen, Belgien, Montenegro, Finnland, Ungarn, Georgien und Portugal sind nicht weitergekommen. Die Stimmen setzen sich jeweils zu 50 Prozent aus den Stimmen der ESC-Fans, die sie per App abgeben können, und aus den Urteilen einer Jury von Musikexperten zusammen.

Highlight der Eurovision wird der Auftritt von Madonna sein, die beim Finale als Gastkünstlerin singt.  Der US-Popstar ist in der Nacht zum Mittwoch in Israel angekommen. Sie soll beim ESC-Finale am Samstag mit zwei Songs auftreten, berichtete das israelische Fernsehen.

BDS Die 60-Jährige habe ein Team von mehr als 130 Leuten und rund 30 Tonnen Ausrüstung dabei. Bis zuletzt war unklar gewesen, ob Madonna wirklich beim Eurovision Song Contest auftreten wird. Nach Medienberichten hat sie den notwendigen Vertrag noch nicht unterzeichnet. Die Ankündigung rief sofort BDS-Aktivisten auf den Plan, zum Boykott gegen Israel, Madonna und den ESC aufzurufen.

Doch die Queen of Pop gab sich wenig beeindruckt. Am Dienstag kommentierte sie ihre Teilnahme mit »Ich werde nie aufhören, Musik zu machen, um in die politische Agenda von jemandem zu passen. Gleichsam werde ich nicht aufhören, mich gegen Menschenrechtsverletzungen auszusprechen, egal wo in der Welt.« (mit dpa)

Shelly Meyer

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