Forschung

Covid-19 aus dem Abwasser?

Test in der Ben-Gurion-Universität Foto: Eden Ozer

Forschung

Covid-19 aus dem Abwasser?

Ben-Gurion-Universität schließt Abkommen mit Gesundheitsministerium zur Untersuchung in 14 Städten

von Sabine Brandes  26.10.2020 18:02 Uhr

Könnte das Coronavirus über das Abwasser verbreitet werden? Die Ben-Gurion-Universität (BGU) in der Negev-Wüste will diese Frage untersuchen. Jetzt schloss die Hochschule ein Abkommen mit dem Gesundheitsministerium ab, um Wasser in 14 israelischen Städten zu erforschen.

AUSBRUCH Vor sechs Monaten hatte eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität eine neue Methode entwickelt, die das SARS-CoV-2-Virus in Abwässern auffinden kann. Nach einem Pilotprogramm in der Hafenstadt Aschkelon, bei dem die Forscher es schafften, einen Ausbruch vorherzusagen, wurde der Deal mit dem Ministerium bestätigt. Zu den Städten gehören Jerusalem, Beer Schewa und Netanja.

Bei einer früheren Studie hatten Wissenschaftler der BGU bereits einen wilden Poliovirus im Abwassersystem nach einem Ausbruch in Israel im Jahr 2013 identifiziert.

Professor Ariel Kushmaro von der Fakultät für Ingenieurwesen und Management leitete die Untersuchung. Andere Kollegen gehören unter anderem zum biotechnologischen Labor sowie der virologischen Abteilung des Sheba-Krankenhauses.

TASK FORCE Das Projekt erhielt Geld von der Coronavirus Task Force der Hochschule, die vom Präsidenten Professor Daniel Chamovitz ins Leben gerufen wurde, um die verschiedenen Aspekte der Covid-19-Pandemie unter die Lupe zu nehmen.

»Wir können das Virus im Abwasser identifizieren«, resümiert der Leiter der Studie, Professor Kushmaro. »Und damit wird unsere Forschung als Frühwarnsystem für zukünftige Ausbrüche dienen.«

Jerusalem

Israels Außenminister: Wollen keinen endlosen Krieg

Wann die Ziele im Krieg mit dem Iran erfüllt sind, wolle Israel mit den US-Partnern abstimmen, sagte Gideon Saar

 10.03.2026

Cyberkrieg

Vom Iran im Netz für tot erklärt

Hackerangriffe gegen Israel nehmen zu und Teheran verbreitet gezielt Falschmeldungen – auch über einzelne Personen

von Sabine Brandes  10.03.2026

Jerusalem

Wadephul macht Solidaritätsbesuch in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran reist der deutsche Außenminister nach Israel. Während eines Raketenalarms muss er Schutz in einem Bunker suchen

 10.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen

Die 34. Angriffswelle erfolgt laut Angaben des Mullah-Regimes in Teheran mit präzisionsgelenkten ballistische Raketen

 10.03.2026

Tel Aviv

Zwischen Alltag und Angriffen: So erleben Israelis den Krieg

Mal Espresso, dann wieder Sirenengeheul: Die Menschen versuchen, sich ein Stück Normalität zu bewahren. Eindrücke aus einer Stadt zwischen Alltag und Ausnahmezustand

von Cindy Riechau  10.03.2026

Rettungskräfte am Einschlagsort in Yehud

Nahost

Zweiter Todesfall nach iranischem Streubombenangriff in Yehud

Bürgermeister Greenberg spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus

 10.03.2026

Analyse

»Regimewechsel in absehbarer Zeit nicht sehr wahrscheinlich«

Iran-Experte Raz Zimmt: Israel und USA wollen iranisches Atomprogramm und Raketenpotenzial schwächen, Fähigkeit zum Wiederaufbau dauerhaft einschränken

 10.03.2026

Israel

Ärzte warnen: Kriegsstress kann Herzinfarkt auslösen

Zwei Kardiologen verweisen auf medizinische Daten, die nach dem 7. Oktober 2023 gesammelt wurden. In diesem Zeitraum hätten Krankenhäuser ungewöhnliche Entwicklungen registriert

 10.03.2026

Tel Aviv

Durcheinander am Ben-Gurion-Flughafen

Reisende, die mit gültigen Tickets zu Auslandsflügen erschienen waren, erfuhren erst am Schalter, dass sie ihre Maschinen doch nicht besteigen durften. Dies führte zu Ärger

 10.03.2026