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Cannabis, Konzert, Sonne

Macht müde: Cannabis-Eis Foto: Getty Images / istock

Eis
High machen soll es nicht, aber gut schmecken. Die Eiscreme-Kette Vaniglia bietet neuerdings Haschisch-Eis an. Die enthält Cannabidiol (CBD), die nicht-psychoaktive Substanz der Hanfpflanze, aus der Haschisch gewonnen wird. Allerdings ist der Stoff nicht gänzlich ohne Wirkung. CBD soll beruhigend und schlaffördernd sein. Israel ist einer der Vorreiter in der Forschung zu medizinischem Marihuana.

Austritt
Der Ankündigung sind jetzt Taten gefolgt: Mit dem Jahresbeginn sind Israel und die USA offiziell aus der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ausgetreten. Grund ist deren häufig israelfeindliche Haltung. Die Organisation mit Sitz in Paris hatte mehrfach anti-israelische Resolutionen angenommen. Für Spannungen sorgten auch die Kritik der UNESCO am israelischen Anspruch über den Ostteil Jerusalems, die Anerkennung der Altstadt von Hebron als Weltkulturerbe sowie die Gewährung der Vollmitgliedschaft für den nicht existierenden Staat Palästina im Jahr 2011. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten bereits damals ihre Beitragszahlungen eingestellt.

Konzert
Man könnte es als Gegen-Aktivismus bezeichnen. Doch der israelische Promoter von »EGO East Promotions«, Ziv Rubinstein, nennt es schlicht »Worte«. Nachdem die britische Band »Pink Floyd Experience« ihre drei Konzerte in Israel abgesagt hatte, flog er prompt zu ihnen, um zu reden. Zuvor hatte BDS-Unterstützer Roger Waters der Gruppe extremen Druck gemacht. Er veröffentlichte einen Anti-Israel-Post auf Facebook und schrieb die privaten Telefonnummern der Bandmitglieder dazu. Die löschten daraufhin ihre Website und sagten die Konzerte ab. Bis Rubinstein kam. »Ich habe genau die Munition benutzt, der sich Herr Waters auch bedient: Worte. Es ging nicht um Politik. Ich habe ihnen gesagt, dass das Publikum kommt, weil es Musik liebt.« Er war überzeugend – die Pink Floyd Experience setzte ihre drei Konzerte wieder ein. Sie spielen am 4., 5. und 6. Januar in Tel Aviv, Haifa und Beer Sheva.

Gipfel
Bereits zum fünften Mal fand der Gipfel der östlichen Mittelmeeranrainer statt. Premier Benjamin Netanjahu traf sich mit dem Präsidenten Zyperns, Nikos Anastasiadis, und dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras im israelischen Nationalen Cyber-Direktorium, um Kooperationen in diesem Bereich zu besprechen. Während des Treffens wurde neben Sicherheits- und Wirtschaftsfragen auch eine Vereinbarung besprochen, die eine Gas-Pipeline durch Zypern und Griechenland nach Europa ermöglicht. Damit soll israelisches Erdgas geliefert werden. Andere Länder könnten der Union noch beitreten, hieß es. »Wir alle haben eine reiche Geschichte und Kultur, wir alle sind lebendige Demokratien, wollen Pluralismus, Freiheit und Frieden«, so Netanjahu. »Unsere Allianz ist der Anker von Stabilität und Wohlstand im östlichen Mittelmeerraum.«

Sonne
Die NASA hat das erste Bild vom Innern der Atmosphäre der Sonne veröffentlicht. Aufgenommen wurde es von dem Raumschiff »Parker Solar Probe«, das mit Sensoren ausgestattet ist, die in Israel entwickelt wurden. Diese haben es ermöglicht, die ersten hochauflösenden Fotografien dieser Art zu schießen. Parker Solar Probe ist das erste von Menschen gefertigte Objekt, das es bis in die Aura der Sonne schafft. Auf dem Bild sind mindestens zwei Strahlen von sogenannten »coronal streamers« zu sehen, Strukturen von solarem Material. Das Raumfahrzeug gelangte in die Nähe der Sonne – wobei »Nähe« bedeutet, dass es noch 27,2 Millionen Kilometer entfernt war. Der erste Flug hatte im späten Oktober begonnen und zwölf Tage gedauert. Ein weiterer ist für April 2019 geplant. Auch dabei sollen Fotos entstehen.

Bau
Eines der größten Bauunternehmen des Landes, die Azrieli-Gruppe, hat Großes vor. Sie will Israels höchsten Wolkenkratzer errichten. Das Gebäude soll in Tel Aviv stehen und rund 700 Millionen US-Dollar kosten. Spiralförmig gebaut, werde er 350 Meter hoch reichen und über 91 Stockwerke verfügen, die in private und kommerzielle Flächen unterteilt sind, gab die Gruppe an. Auch ein neues Hotel soll im Turm eröffnet werden. Weite Wege wird man von hier aus nicht haben, denn unter dem Hochhaus gibt es eine Station der Tel Aviver U-Bahn, an der gerade gebaut wird. Die Ausschachtarbeiten haben bereits begonnen, doch bis der Turm in den Himmel ragt, dauert es sechs bis sieben Jahre. Einen Namen hat er trotzdem schon: Spiral-Turm.

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